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Diskussion um Oscars für Netflix-Filme

Die Academy of Motion Picture Arts berät über neue Regeln für Oscar-Nominierungen.

Die Academy of Motion Picture Arts wird am 23. April 2019 über neue Regeln für Oscar-Nominierungen diskutieren. Im Zuge dieses Meetings soll laut Presseinformation entschieden werden, ob Netflix-Filme dem TV-Format zuzuschreiben und für Oscar-Nominierungen zulässig sind. Das US-Justizministerium warnt die Academy davor, Netflix-Filme vom Wettbewerb auszuschließen. In einem Brief macht das Ministerium darauf aufmerksam, dass das gegen das US-Kartellrecht verstoßen würde.

"Die künstlerische Qualität muss auf jeden Fall entscheiden, ob ein Film für einen Preis infrage kommt. Aber wenn Netflix Verwertungsmodelle fährt, bei denen ein Film zuerst im Stream und erst danach im Kino gezeigt wird, stellt sich die Frage, ob es sich um einen originären Kinofilm handelt", sagt Fabian Eder, Vorsitzender des Dachverbandes der österreichischen Filmschaffenden (http://filmschaffende.at), im Gespräch mit „pressetext“. Eder zufolge muss sich die Filmindustrie aber sowieso neuen Verwertungsmöglichkeiten massiv öffnen.

Die Diskussion entzündete sich bei der diesjährigen Oscar-Verleihung am 24. Februar, wo der von Netflix vertriebene Film „Roma“ mit drei Oscars in den Kategorien „beste Regie“, „beste Kamera“ und „bester Film“ ausgezeichnet wurde. Außerdem wurde die Debatte von Hollywood-Legende Steven Spielberg angeheizt. Denn seiner Meinung nach handelt es sich bei Netflix um ein TV-Format, was die Filme zu TV-Filmen mache. Diese seien bei den Academy Awards unzulässig, so Spielberg.

PA/red/TL

Bildcredit: Pixabay