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Digitalsteuer soll Medienbranche zugutekommen

 

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierte am 24. September 2018 seine Pläne, wie der ORF als „Motor“ zu einem „gelingenden Medienstandort beitragen“ will: So soll die angedachte Digitalsteuer für internationale Online-Konzerne (auch „Google-Steuer“ genannt) nicht zur Gänze in das Gesamtbudget fließen. Denn nach Wrabetz sollen drei Prozent dieser Einnahmen der Medienbranche, vor allem den Printmedien, zugutekommen. „Wenn man mit 100 bis 150 Millionen rechnet, werden genug Mittel da sein“, sagt er. Um Google und Facebook werbemäßig etwas entgegensetzen zu können, wird an einer gemeinsamen Vermarktungsplattform mit den Printmedien (= „market place Austria“) gearbeitet. Laut Wrabetz „sei man dabei ein gutes Stück weitergekommen.“ Als nächstes Ziel soll ein „letter of intent“ geschrieben werden.

Wichtig sind ihm auch die „Produktionsallianzen“ des ORF, die Koproduktionen mit deutschen und internationalen Öffentlich-rechtlichen ebenso umfassen wie mit europäischen Produktionsfirmen und auch Netflix. Zum Schluss stellte Wrabetz einen Zeitplan für die Einführung des „ORF-Players“ auf, der die bestehenden Streaming- und Online-Angebote zusammenführen soll. Die Arbeiten dafür sollen 2019 starten. Allerdings ist für dessen Realisierung auch noch eine Gesetzesänderung erforderlich.

Bildcredit: orf.at