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VKI bemängelt fehlende Informationen beim Amazon-Bestellknopf

 

Seit 2016 bietet Amazon WLAN-Bestellknöpfe für die Nachbestellung von Kaffee, Waschpulver und Katzenfutter etc. an. Verbraucherverbände in Deutschland und Österreich (VKI) stört daran, dass diese Dash Buttons nur ein Logo des jeweiligen Herstellers aufweisen. Es fehlt aber jegliche Information über die Eigenschaften der damit zu bestellenden Ware und vor allem über den Preis. Laut Marlies Leisentritt, Juristin beim VKI, müsse der Verbraucher diese Angaben unmittelbar vor dem Starten des Bestellvorganges bekommen. Weiters verstoßt die fehlende Kennzeichnung einer Zahlungsverpflichtung beim Betätigen des Knopfes gegen Regeln im Fern—und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG). Daran ändert auch nichts, dass der Besteller nach dem Bestellvorgang eine Benachrichtigung auf sein Smartphone erhält, und die Order noch stornieren kann. Auch ein freiwilliges 30-tägiges Rückgaberecht von Amazon hat keinen Einfluss auf die Beanstandungen. Denn Amazon behält sich vor, dass sich Preise ändern können und dass ohne Informieren des Kunden sogar ein Ersatzprodukt geliefert werden kann.

Bereits in Oktober hat der VKI diesbezüglich eine Klage gegen Amazon eingereicht. Ein erstinstanzliches Urteil wird im Frühjahr 2019 erwartet. In Deutschland hat das Oberlandesgericht München bereits entschieden (noch nicht rechtskräftig), dass Amazon die Bestellknöpfe vom Markt nehmen muss. Amazon will trotz Nichtzulassung einer Revision das Urteil nicht hinnehmen.

Bildcredit: Amazon