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Netflix und Youtube fordern europäische TV-Sender heraus

 

Der Streaminganbieter Netflix steigerte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2018 auf 6,66 Milliarden Euro (= 7,6 Milliarden US Dollar). Dies entspricht einem Wachstum von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Plattform Youtube mischt da kräftig mit. So nimmt der Wettbewerbsdruck auf dem Bewegtbildmarkt ständig zu. Der Chef der Sendergruppe ProSieben/Sat.1/PULS 4-Österreich Markus Breitenecker meint dazu in einem Interview für die Zeitschrift Horizont:„Es muss eine große Allianz aus verschiedenen Mediengattungen und Staaten werden. Wir versuchen mit ProSiebenSat.1 PULS4 im Moment, eine Streaming-Allianz mit anderen Playern aufzubauen, um ein breites, attraktives Videoangebot liefern zu können. Jeder hätte gerne seinen eigenen Player im Zentrum, wir sind hier noch in den kleinstaatlichen Zwängen Europas gefangen.“ Er fordert also Überzeugungsarbeit dafür, dass Allianzen von Sendern gebildet werden, um den Streamingdiensten aus den USA die Stirn bieten zu können.

Die Sendergruppe RTL investiert laut ihrem Chef Bert Habets mehr als 100 Millionen Euro, um das eigene On-Demand-Angebot zu erweitern. Dies soll über ein Hybrid-Modell an werbefinanzierten Angeboten und entsprechenden Abo-Modellen refinanziert werden. PULS4 versucht gerade mit der Streaming-App Zappn neue Zielgruppen für TV-Inhalte zu finden. Es bleibt also noch viel zu tun für die europäischen TV-Anbieter.

Bildcredit: Pixabay