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Axel Springer setzt auf Digitalgeschäft

Die Verlagsgruppe plant Zukäufe im Bereich digitaler Journalismus.

Das deutsche Medienhaus Axel Springer will seine Geschäftsstrategie schärfen und sich noch mehr auf die digitale Welt ausrichten. Man wolle sich noch stärker auf die Hauptsegmente digitaler Journalismus und digitale Rubriken fokussieren, sagte Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Berlin.

„Das Unternehmen ist auf seinem Weg, immer digitaler zu werden, einen weiteren Schritt vorangekommen“, sagte Döpfner zum vergangenen Geschäftsjahr. Das Medienhaus verdiente zuletzt immer mehr Geld mit digitalen Portalen für Job-, Immobilien- und Autoanzeigen, zum Beispiel mit der Stellenbörse Stepstone. Die Entwicklung im digitalen Geschäft von „Bild“ und „Welt“ sei ebenfalls erfolgreich.

Am Mittwoch stellte er zudem ein neues Unternehmenslogo vor. In einem Unternehmen, das mehr als die Hälfte seines Geschäfts nicht mehr in Deutschland und viele internationale Mitarbeiter habe, müsse die Unternehmenssprache Englisch sein.

Springer hält sich weiter bedeckt zu seinem Interesse am Kleinanzeigen-Geschäft von Ebay. Zu konkreten Assets könne er sich nicht äußern, sagte Springer-Vorstand Andreas Wiele auf der Hauptversammlung. Er betonte aber: „Natürlich würden wir uns Möglichkeiten, weiter durch Zukäufe zu wachsen bei den Rubriken, angeboten im Jobs- und Immobilienbereich, grundsätzlich sehr gerne anschauen.“ Noch sei aber nicht entschieden, ob Assets von eBay tatsächlich zum Verkauf stünden. Finanzchef Julian Deutz ergänzte, vor allem im Geschäft mit digitalem Journalismus und Internetportalen plane man Zukäufe.

Die Hauptversammlung wählte in Berlin auch den Aufsichtsrat neu. Dem Gremium gehört künftig Ralph Büchi an, zuständig für das operative Geschäft der Schweizer Ringier Gruppe („Blick“). Er soll den Aufsichtsrat als Nachfolger von Giuseppe Vita leiten. Als Nachfolger von Lothar Lanz wurde der Wirtschaftsprüfer Ulrich Plett in das Kontrollgremium gewählt. Dem neunköpfigen Aufsichtsrat gehört auch weiterhin Hauptaktionärin Friede Springer an.

17.04.2019

APA/Red/DK

 

Bildcredit: axel springer