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Ein Zalando-Warenhaus in Erfurt

 

Zalando strukturiert seine Marketing-Abteilung um. Eine Protestwelle ist die Folge

 

Die Algorithmen übernehmen die Werbe-Abteilung bei Zalando. Das Unternehmen wird 200 bis 250 Stellen streichen. Ihre Aufgaben werden von Computerprogrammen übernommen. Das berichtet die Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). „Wir gehen davon aus, dass Marketing in Zukunft noch datenbasierter sein muss. Dafür brauchen wir einen höheren Anteil an Entwicklern und Datenanalysten“, sagt Rubin Ritter, Co-Chef von Zalando, der deutschen Tageszeitung.

Automatisierbare Aufgaben, wie etwa das Versenden von Werbe-E-Mails soll künftig von Algorithmen und Künstlicher Intelligenz durchgeführt werden. Da in Zukunft Kunden mithilfe gesammelter Daten noch stärker personalisiert angesprochen werden sollen, braucht es statt Marketing-Mitarbeitern IT-Experten, die entsprechenden technische Lösungen finden. Ein schwacher Trost für die über 200 Mitarbeiter in der Zentrale in Berlin, die von ihrer Kündigung informiert wurden.

Protestwelle

Teile der gefeuerten Belegschaft münzten ihre Frustration in kreativen Protest um. Der Zalando-Slogan "Me. Unlimited" wurde etwa auf einem Plakat in der Zalando-Zentrale in Berlin mit "Me. Unemployed" überklebt. Andere Reaktionen fielen ähnlich heftig aus, so wurde auch ein Fahrstuhl mit Graffiti beschmiert. Mit Gegenwind musste Zalando rechnen, das Ausmaß des Widerstands gegen die Massenkündigungen ist aber beachtlich.

Bildcredit: Zalando/Screenshot/Twitter