Der Europarat zeigt sich alarmiert über Angriffe auf Medienvertreter
Gehäufte Angriffe auf Journalisten
Journalisten auch in Europa gefährdet

 

Der Europarat zeigt sich alarmiert über Angriffe auf Medienvertreter

 

Der Europarat ist alarmiert über immer massivere Angriffe auf Journalisten und Medien. Die Pressefreiheit in Europa sei derzeit so gefährdet wie nie zuvor seit dem Ende des Kalten Krieges, stellte die paneuropäische Länderorganisation in einem Bericht fest. Demnach wurden dem Europarat im Vorjahr 140 gravierende Übergriffe auf Journalisten in 32 seiner 47 Mitgliedsländer gemeldet. Der Europarat nennt als Beispiele einen Bombenanschlag auf eine Reporterin in Montenegro, einen Messerangriff auf einen Journalisten in Mailand und ein versuchter Giftanschlag auf Mitarbeiter einer ukrainischen Nachrichtenwebsite.

 

130 Journalisten befanden sich dem Bericht zufolge zudem Ende 2018 in Haft, davon allein 110 in der Türkei. Das Mittelmeerland sei damit das "weltweit größte Gefängnis für Journalisten". Nach Informationen die dem ÖJC vorliegen, waren allein in der Türkei Ende des vergangenen Jahres mehr als 150 Journalistinnen und Journalisten in Gefängnissen. Die Erhebung basiert auf Meldungen über Angriffe auf die Pressefreiheit, die zwölf Partnerorganisationen - darunter internationale Journalistenverbände, die Organisation Reporter ohne Grenzen und der Pen-Club - regelmäßig an den Europarat senden.

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