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Vorsätzliche Negativkampagne gegen Soros

 

Die Attacken gegen George Soros sind von langer Hand geplant. Eli Birnbaum, ein amerikanischer PR-Berater, erklärte dem Magazin, einer Beilage des Schweizer Tagesanzeigers, wie er mit seinem Team für die Fidesz-Partei von Viktor Orbán die „Anti-Soros-Kampagne“ entworfen hat. Es soll genau diese Kampagne gewesen sein, welche Soros zum Feinbild einer Nation machte. 

Hinter dieser Aktion steckt laut Birnbaum Arthur Finkelstein – ein Berater der US-Republikaner. Er verhalf bereits einigen Politikern zu Wahlsiegen. Darunter auch Benjamin Netanjahu, George Bush senior und Ronald Reagan. Das Prinzip dahinter: anhand von Daten aus der Bevölkerung Muster erkennen, Wähler polarisieren, ein Feindbild aufbauen. Sprich: Nicht den Kandidaten selbst bewerben, sondern den Mitstreiter mit Negativkampagnen entkräften.

„Du musst die Basis unter Strom halten. Ihr den Grund geben wieder rauszugehen am nächsten Wahltag“, zitiert das Magazin Birnbaum. Soros – reich und linksliberal – sei „der perfekte Gegner" gewesen. 

So wurde Soros für die Finanzkrise 2008 verantwortlich gemacht, davor bereits für den Zusammenbruch der Sowjetunion und Jugoslawiens. Ab 2015 sei er mitschuldig an der Flüchtlingskrise gewesen. Ziel hierbei soll die Zerstörung der EU gewesen sein. Auch die finanzielle Unterstützung der Linken und Linksextremen wurde ihm unterstellt. Dieses Bild wurde von den sozialen Medien und rechten Politikern vermittelt. Nicht nur in Ungarn, auch in Österreich und in Amerika

Othmar Karas, Delegationsleiter der ÖVP im Europäischen Parlament sagte gegenüber dem Kurier„Wenn die Enthüllungen über die vorsätzliche Planung der Anti-Soros-Kampagne stimmen, dann ist das einfach nur widerwärtig. Politiker, die bewusst Feindbilder erfinden und Ängste schüren, stellen sich selbst ein Armutszeugnis aus“.

Bildcredit: Pixabay