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Urheberrechtsreform im EU-Parlament beschlossen

Österreichische Fachverbände üben sich in Lob und Tadel.

Am 26. März beschloss das Europäische Parlament die umstrittene Urheberrechtsreform. Auch der umstrittene Artikel 17, ehemals 13, der automatische Uploadfilter vorsieht, wurde ohne Debatte durchgewunken. Die Reaktionen bei den heimischen Fachverbänden fallen durchaus durchwachsen aus. „Mit enormem Bedauern und Frustration müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass sich die Abgeordneten im Europäischen Parlament heute über die Warnungen und zuletzt auch die heftige Kritik aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft an der EU-Urheberrechtsreform hinweggesetzt und diese schlichtweg verpfuschte Reform inklusive der umstrittenen Link-Steuer und Upload-Filter beschlossen haben“, konstatierte ISPA (Internet Service Provider Austria) Generalsekretär Maximilian Schubert direkt im Anschluss an die Abstimmung.

Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt dagegen in einer ersten Stellungnahme das positive Abstimmungsergebnis zur EU-Urheberrechtslinie. VÖZ-Präsident Markus Mair sprach in einer ersten Stellungnahme „von einer wichtigen Weichenstellung, die den Erhalt von unabhängigem Journalismus in der digitalen Welt sichern kann. Aufgrund der jahrelangen Auseinandersetzung zur EU-Urheberrechtsreform habe diese Einigung nahezu „historischen Charakter.“

Auch der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft begrüßt die Tatsache, dass Online-Content-Sharing-Plattformen wie YouTube vermehrt in die Verantwortung kommen und damit die Grundlage dafür geschaffen wird, dass das digitale Eco-System an Fairness gegenüber den Urhebern und den Kreativ-Branchen gewinnt.

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