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Ein Kommentar von Christian W. Mucha

 

Ingrid Brodnig, selbsternannte Online-Koryphäe und angeblich Instanz, wenns ums Moralisieren im Internet geht, macht sich wieder einmal wichtig: Sinngemäß verbreitet sie, es wäre sinnlos, anonyme Hass-Postings zu verbieten, da die Übeltäter sich heutzutage sowieso nicht mehr scheuen, mit Klarnamen ihre Untergriffe zu verbreiten. 
Das kommt mir so ähnlich vor, als würde jemand argumentieren, man braucht eh keinen Waffenschein, weil Morde auch mit registrierte
n Pistolen begangen werden...
Wie zur Bestätigung ihrer kruden These hat nun einer wieder einmal von sich Reden gemacht, der schon ungezählte Male in der erste Reihe stand, wenns darum ging, mit „witzigen“ Worthülsen jene, die ihm politisch, persönlich oder weltanschaulich auf den Keks gehen, mit Häme zu überziehen. 
Der selbsternannte Hassprediger, Wichtigtuer, Aufblattler und mediale Mistkübelstöberer sonderte jüngst wortwörtlich folgenden, unterirdischen Satz ab:

„… nachdem Wolfgang Fellner sich im Wochenbett des Vizekanzlers vorauseilend so breit gesuhlt hatte, dass man schon befürchten musste, er könnte für das Kreißen seiner publizistischer Missgeburten auch noch einen Papa-Monat beanspruchen...“

Schauen wir uns das einmal nur an einem kleinen Wörtchen an. Nämlich am Wörtchen „suhlen“. Wer suhlt sich? Suhlen ist, so formuliert das Wikipedia, das tägliche Komfortverhalten von (Wild)Schweinen. So kann man es natürlich auch machen: Den Österreich-Verleger, einen verhassten Mitbewerber, der dem Brötchengeber jetzt ans Eingemachte - sprich ans Werbegeld - will, mit dem richtigen Begriff aus der Jägerspräche zur – Wildsau –denaturieren. Die sich bekanntlich im Dreck wälzt. Ob der Verfasser darauf hofft, dass Fellner sich zu gut ist, sowas zu bekämpfen? Wer also bedient sich einer so „feinen“ und „geschliffenen“ Sprache im Sold des hochangesehenen Oscar Bronner und Konsorten im Umgang mit der Konkurrenz? Es ist Standard-Kolumnist Günter Traxler am 6. Jänner 2019. 
Dort verbreitet das Giftschüpel weiters die spannende Unwahrheit, dass ich erst am 2. Jänner 2019 das Phänomen der pietätlosen Trolle im Standard entdeckt hätte...
Wenn der Herr Traxler seine eigene Zeitung lesen würde, dann wüsste er, dass ich bereits seit ungezählten Jahren (unter anderem 2007 in einem Standard-Chat) gegen Hass-Postings, Trolle und anonyme Missetäter mit all meiner Kraft ankämpfe. Leider bis dato erfolglos.
Klarnamen haben einen Vorteil: Man kann sich rechtlich schnell, erfolgreich und kostenpflichtig gegen Untergriffe, Beschimpfungen und Lügen wehren...
Also Herr Traxler: Wie wärs, wenn Sie mich einmal zur Abwechslung klagen und wir schauen uns an, wie man einen wie sie - rechtlich gedeckt - wörtlich bezeichnen darf.
Einem „Kollegen“ von ihnen ist übrigens solch ein Verfahren ziemlich übel bekommen...
Denn der darf jetzt von allen ungestraft als ...... bezeichnet werden.

 

Bildcredit: Pixabay