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WPP-Agenturmarken sollen eingestampft werden

 

Der US-Marktforscher Forrester hat eine Studie über neue Geschäftsmodelle für Agenturholding-Unternehmen herausgebracht. Der Titel der Arbeit: „Agency Holding Companies Need a Brave New Business Model“. Um zu überleben, wie es in der Studie heißt, müssten die großen Werbeholdings radikal umstrukturieren. In der Forrester- Abhandlung empfehlen die Autoren Jay Pattisall und Ted Schadler der WPP Group, sich von Hunderten ihrer Agenturmarken zu verabschieden und sich auf wenige Dutzend zu beschränken.

Als konkreten Lösungsansatz, um den Bedürfnissen der Marketingchefs von werbungtreibenden Unternehmen gerecht werden zu können, schlägt der Marktforscher vor, dass die WPP-Medienagenturen künftig allein unter dem Namen Group M operieren sollten. Die diversen Kreativagenturen sollten in die sieben globalen Networks AKQA, Grey, JWT, Ogilvy, VML, Wunderman und Y&R konsolidieren.

Einige der Thesen wurden laut dem Wochenmagazin W&V von WPP inzwischen zurückgewiesen. COO Mark Read erläuterte etwa gegenüber The Drum, dass die Struktur des Unternehmens bereits deutlich gestrafft worden sei. Dennoch räumt Read ein: "Wir müssen sicherstellen, dass jede einzelne Agentur so gut positioniert ist, dass sie in Zukunft erfolgreich sein kann. Das sind die Dinge, an denen wir derzeit arbeiten.“

Die WPP Group ist ein britischer Konzern aus Werbedienstleistern und Medienunternehmen. Aufgrund von „Fehlverhalten“ wurde im April 2018 eine interne Untersuchung gegen Geschäftsführer Martin Sorrell eingeleitet. Diese führte zu einem Rücktritt des CEOs nach über 30 Jahren an der Spitze der Firma.

Bildcredit: WPP