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Neuer Gründerboom

Eine ganze Reihe alteingesessener Agenturchefs gründen dieser Tage neue Agenturen. Welche Motive dahinterstecken, erfahren Sie hier bei ExtraDienst.
© Unsplash

Im Coronajahr 2020 wurden trotz des Lockdown-bedingten Knicks im Frühjahr mehr Unternehmen gegründet als 2019. Somit gilt, dass trotz aller Schwierigkeiten 2020 für Österreichs Wirtschaft kein Jahr des Stillstands war. Betrachtet man die Zahl der neu gegründeten Unternehmen, zeigt sich sogar das Gegenteil: Von April bis Mai 2020 wurden in der Wirtschaftsdatenbank des KSV1870 zufolge 61.000 Unternehmen neu gegründet. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr 2019. Doch auch 2021 ist kein Rückgang spürbar. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 sind heuer die Neugründungen in Wien im ersten Halbjahr um 19 Prozent gestiegen. Diese Ambition zur Selbstständigkeit ist auch im Bereich der Werbeagenturen und Kommunikationsdienstleister spürbar. So hab es die meisten Gründungen in Wien im ersten Halbjahr 2021 in den Branchen Unternehmensberatung und IT, Werbung sowie Versand- und Internethandel. „Schon im Vorjahr haben wir bemerkt, dass das Interesse, in Wien zu gründen, groß ist. Die Anfragen im Gründerservice der Wirtschaftskammer Wien stiegen im Jahr 2020 um rund 2600 auf insgesamt rund 57.800“, erklärt Barbara Havel, Vorstandsvorsitzende der Jungen Wirtschaft Wien und Vertreterin der Wiener Gründer.

Krisenmodus

Viele Unternehmen mussten aufgrund der Corona-Krise ihre Werbemittel drastisch kürzen, was die Kommunikationsbranche vor Herausforderungen stellte. So wird etwa die Wirtschaft unbestreitbar seit gut zwei Jahren ausbreitend vom Coronavirus beeinflusst: Veranstaltungen werden abgesagt, Projekte verschoben, aber auch betriebsintern kommt es zu Schwierigkeiten. Viele Unternehmen versuchen die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden zu schützen. Der tägliche Gang ins Büro und der Kontakt unter den Angestellten stellte daher, während der staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie, ein Problem dar. Somit entschieden sich einige Unternehmen in einen Krisenmodus zu schalten und aus dem Home Office heraus zu arbeiten. Jedoch ist Home Office kein Modell, mit dem alle gleich gut zurechtkommen und auf das alle Unternehmen gleich gut vorbereitet waren, ganz gleich ob es an der benötigten Technik liegt oder einfach an der Aufrechterhaltung der Motivation von Angestellten. Die Arbeitgeber sind somit gezwungen, klare Regeln für die Ausnahmesituation zu schaffen, aber auch technisch aufzurüsten. Dabei sind Unternehmen, die dezentral oder schon längst mit flexiblen Arbeitsplatzmodellen arbeiten, den meisten anderen einen Schritt voraus. Diese Umstellung hat sich so manch Agenturchef oder -angestellter zu Nutzen gemacht und daraus ein eigenes neues Projekt geschaffen.

Janet Teplik

 

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