Skip to content. | Skip to navigation

Facebook erlaubte Neonazi-Kategorie

 

Facebook erlaubt an Neonazis gerichtete Werbung

 

Das soziale Netzwerk Facebook hat Anbietern von Werbekampagnen gestattet, ihre Zielgruppen anhand von Kriterien mit rassistischen und faschistischen Inhalten auszuwählen. Nach Recherchen von The Intercept war es möglich, eine bezahlte Promotion zu platzieren, die sich gezielt an Interessenten von "white genocide conspiracy theory" wandte – also an Anhänger einer vor allem unter Neonazis im anglo-amerikanischen Raum verbreiteten Verschwörungstheorie, wonach ein "Völkermord" an der "weißen Rasse" im Gange sei.

 

Facebook präsentierte in seinem Werbesystem die entsprechende Interessengruppe als Kriterium für gezielte Werbung und informierte, dass sich 168.000 Benutzer an diesem Thema interessiert gezeigt oder entsprechende Seiten geliked hätten. Wie the Intercept berichtet, sei die lediglich zu Recherchezwecken erstellte Promotion mit dem Titel "White Supremacy - Test" sogar zunächst vom Ads-Team des Unternehmens freigegeben worden. Nach einem Anruf bei Facebook wurden das Werbekriterium und die Kampagne gelöscht. Das Unternehmen bat um Entschuldigung und beteuerte, dass diese Kategorie nie hätte existieren dürfen.

Bildcredit: pixabay