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Lobbying wird in der Bevölkerung kritisch betrachtet

 

Lobbying wird vielfach kritisch gesehen

 

Laut einer von Wolfgang Lusak gestarteten und jetzt von der Plattform "Lobby der Mitte" veröffentlichten 8. Welle einer GALLUP-Umfrage ist der Begriff Lobbying trotz der in den letzten Jahren bekannt gewordenen Skandale und Gerichtsfälle rund um prominente Lobbyisten ca. 40% der Österreicher unbekannt, und das seit 8 Jahren konstant. Als nachvollziehbar bezeichnet er das Detail-Ergebnis, dass Lobbying bei Männern, Selbständigen, Berufstätigen und höheren Einkommen mehr bekannt ist. Als bedenklich wertete er, dass Junge den Begriff weniger kennen als Ältere. 

 

Aus der Studie geht bei der Frage nach spontanen Assoziationen zum Begriff Lobbying hervor, dass Lobbying von der Bevölkerung als sehr Politik- und Wirtschafts- bzw. Industrie-lastig empfunden wird. Ein Drittel der Menschen haben negative Assoziationen wie Bestechung, sich Vorteile verschaffen, Freunderl-Wirtschaft, Macht, High Society etc. Im Wesentlichen zeigen sich ähnliche Schwerpunkte bei den Reaktionen wie in den vorangegangenen acht Umfragen.

 

Die Selbständigen bzw. der Mittelstand sind klar die Lobbying-affinste Gruppe, was auch eine parallel durchgeführte Online-Befragung bestätigte: 80% dieser Gruppe haben neutrale bis positive Assoziationen - "sinnvolles Informieren", "notwendiges Netzwerken", "gemeinsames Argumentieren" - zum Lobbying-Begriff. Über die letzten 10 Jahre ist das auch steigend. Nur 15% brachten kritische Untertöne in ihre Assoziationen ein.

 

Allerdings zeigen die Umfrageergebnisse auch, dass die Politik (70%), Konzerne (67%) und globale Finanzwirtschaft (50%) für die Hauptprofiteure des Lobbyings gehalten werden. Nur 30% der Österreicher sehen den unternehmerischen Mittelstand als Lobbying-Nutznießer, also als ziemlich machtlos an.

Bildcredit: pixabay