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Neue Fakten zum Journalistenmord in der Slowakei

Vier Tatverdächtige, darunter ein Unternehmer als Auftraggeber, werden angeklagt.
© Pixabay

20 Monate nach dem Mord an dem Journalisten Jan Kuciak und seiner Verlobten hat die slowakische Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Tatverdächtige erhoben. Dabei handle es sich um einen Unternehmer als mutmaßlichen Auftraggeber sowie drei weitere Personen, denen vorgeworfen werde, den Mord organisiert und ausgeführt zu haben, sagte eine Behördensprecherin am 21. Oktober 2019 der Nachrichtenagentur TASR (siehe ExtraDienst-Bericht vom 19. August 2019).

Darüber hinaus empfahl die Staatsanwaltschaft mit einem geständigen mutmaßlichen Mittäter eine gesonderte Einigung, der jedoch das Gericht zustimmen muss.

Der Investigativ-Journalist Jan Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren am 21. Februar 2018 in ihrem Haus erschossen worden. Kuciak hatte über die Verfilzung von Politik und Geschäftemacherei recherchiert. Seine nach seinem Tod veröffentlichte Reportage über Verbindungen italienischer Mafia-Clans zu slowakischen Regierungsmitarbeitern löste Massendemonstrationen gegen Korruption und den Missbrauch von EU-Förderungen aus. Als Folge trat Langzeit-Regierungschef Robert Fico zurück.

In den vergangenen Monaten waren immer neue Details aus dem Ermittlungsverfahren bekannt geworden, die weitere Politiker und Vertreter von Justiz und Polizei zum Rücktritt zwangen. Sie sollen möglicherweise von dem mutmaßlichen Auftraggeber bestochen worden sein. Der ursprünglich wegen eines Betrugsverdachts verhaftete Unternehmer hatte offenbar Gesprächsaufnahmen und anderes Belastungsmaterial gegen Politiker, Unternehmer und Vertreter der Justiz gesammelt, um diese später damit erpressen zu können.

APA/red

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