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Netflix-Serie unter scharfer Kritik

Laute Warnung vor „Squid Game"
@ unsplash

Jugendschützerinnen und -schützer warnen eindringlich vor aktueller Netflix-Serie

Dass Gewaltszenen für Kinder eine sehr hohe psychische Belastung darstellen, ist keine Erkenntnis, für die man einen Psychotherapeuten zurate ziehen müsste. Bei der Fernsehserie „Squid Game, welche aktuell als eine der erfolgreichsten auf der Streamingplattform Netflix gilt, steht Gewalt im Fokus. Die südkoreanische Produktion ist Netflixs bisher erfolgreichste mit den höchsten Zuschauerzahlen. Dabei wird in neun Folgen die Geschichte von knapp 500 Menschen erzählt, die sich verschuldet haben. Sie treten in Kinderspielen gegeneinander an, um ein Preisgeld in Millionenhöhe zu gewinnen. Wer es nicht in die nächste Runde schafft, wird getötet. Umso schlimmer, dass Kinder in Volksschulen und Kindergärten immer öfter die Serie nachstellen und damit offenkundig machen, sie gesehen zu haben. Logische Konsequenz: Eltern haben den Fernsehkonsum ihrer Kinder nicht im Blick oder legen keinen Wert darauf, dass Serien wie etwa „Squid Game“ erst ab 16 Jahren zugelassen sind.

Gewaltbereitschaft erhöht

Psychotherapeutin Katajun Lindenberg von der Goethe-Universität Frankfurt betont, welch hoher psychischer Belastung Kinder mit Gewaltszenen, die sie noch nicht verarbeiten können, ausgesetzt sind. Ebenso bestehe die Gefahr, dass sich die Gewaltbereitschaft bei Kindern erhöhe, wenn sie Gewalt derartig vorgelebt bekämen. Die Gesellschaftskritik von „Squid Game“ könnten Kinder noch nicht erfassen. Die Spiele aus der Serie kommen allerdings auch in Videospielen wie „Minecraft vor. Auch in sozialen Netzwerken wie Tiktok oder Instagram findet man auf zahlreichen Kanälen Sketche, in denen die Serie aufgegriffen und nachgestellt wird. APA/RED./CH

 

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