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Netflix: 84 Prozent erschnorren Zugang

Pro Streaming-Account gibt es mindestens zwei Menschen, die für den Zugang nicht bezahlen
©unsplash

Das Angebot an Streaming-Plattformen wird immer größer – die Auswahl der jeweiligen Inhalte allerdings stets kleiner

Der Streaming-Markt fragmentierte sich in den letzten Jahren immer stärker. Zunehmend versuchen etwa einzelne Filmstudios, ihre eigenen VOD-Plattformen zu etablieren – und es ist nach wie vor kein Ende in Sicht. Möchte man also eine möglichst große Auswahl an Filmen und Serien haben, muss man also mehrere Abos gleichzeitig abschließen. Und da können schon schnell einmal um die 100 Euro pro Monat zusammenkommen. Dementsprechend bietet es sich natürlich an, einen Account gemeinsam mit Freunden zu nutzen. Während sich manche in diesem Fall die Kosten für das Abo teilen, gibt es auch sehr viele Schnorrer. Ganz zum Groll der Plattformen, denen so unglaublich hohe Summen durch die Finger gleiten.

Wie eine neue Umfrage des Multi-Faktor-Authentifizierungs-Spezialisten Beyond Identity unter 1.015 Personen zeigt, sind 84 von 100 Netflix-Kunden Schnorrer. Pro Account gibt es mindestens zwei Menschen, die das Konto mitbenutzen, ohne dafür zu bezahlen. Netflix ist demnach die beliebteste Plattform für die Weitergabe von Passwörtern. Aber auch Disney+ und Amazon Prime Video leiden darunter.

640 Euro Verlust pro Schnorrer

Den Experten nach bedeutet diese teils illegale Weitergabe von Passwörtern für die Streaming-Anbieter zusammen einen potenziellen Verlust von rund 640 Euro pro Schnorrer jährlich. Um sich zu gegebener Zeit von diesen Nutznießern wieder zu trennen, hat jeder vierte Kontobesitzer das Passwort geändert. Doch 30 Prozent der Trittbrettfahrer ließen sich davon nicht abschrecken und baten erneut um das Überlassen der nun neuen Anmeldedaten.

Zudem mussten laut der Umfrage viele Account-Besitzer feststellen, dass ihre Anmeldedaten einfach ohne ihr Wissen wiederum weitergegeben worden waren, obwohl 48 Prozent der Nutznießer mit dem legitimen Kontobesitzer zusammenlebten. Dieser Umstand stört nicht nur die Sehgewohnheiten, sondern birgt auch die Gefahr, dass persönliche Daten gestohlen werden – vor allem, wenn das Passwort noch für weitere Anmeldungen verwendet wird.

Unvorsichtig bei der Wahl der Passwörter

Tatsächlich räumen laut der Erhebung über zehn Prozent der Kontobesitzer ein, ein und dasselbe Passwort sowohl für Streaming-Abos als auch Bankkonten zu verwenden. 36 Prozent benutzen dieselben Passwörter zudem für E-Mail-Konten. Die kontenübergreifende Verwendung eines Passworts mag bequem sein, doch birgt es hohe Sicherheitsrisiken – insbesondere, wenn Kontobesitzer nicht wissen, wer ihre Passwörter mit anderen teilt.

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