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Nach Amazon nun auch Facebook

Kritik an der Chefin der Handelskommission FTC
© Pixabay

Nach Amazon kritisiert nun auch Facebook die neue Chefin der Handelskommission

Lina Khan, die Chefin der Handelskommission FTC (Federal Trade Commission), steht in der Kritik. Nach Amazon startet nun auch Facebook einen Angriff auf die US- Wettbewerbsaufsicht. Ebenso wie der Internethändler strebt auch Facebook an, dass sich Khan aus der Untersuchung seiner Marktposition heraushält. Wie Facebook am Mittwoch in einem eingereichten Antrag argumentierte, soll Khan mit früheren Texten und Äußerungen gezeigt haben, dass sie befangen sei. So soll sie sich bereits auf die Ansicht festgelegt haben, dass das Online- Netzwerk gegen Wettbewerbsrecht verstoße. 

Die FTC muss bis Ende des Monats entscheiden, ob sie eine Wettbewerbsklage gegen das Online- Netzwerk neu einreicht oder aufgibt. Was wiederum bedeutet, dass ein Verstoß von Facebook zu einem wichtigen Moment käme. Zuvor hatte ein Richter die erste Klage abgewiesen, weil die FTC ihre Vorwürfe unzureichend belegt habe. Die Klage war im Dezember noch zu Zeiten von Präsident Donald Trump von Khans Vorgänger eingereicht worden. 

Die FTC ist in den USA für den Verbraucherschutz zuständig und führt Wettbewerbsuntersuchungen durch. Die neue Chefin der Handelskommission machte vor einigen Jahren mit einem Papier zu Amazon auf sich aufmerksam. Darin prangerte sie an, dass gängige US- Ansätze zur Einschätzung der Wettbewerbslage im Bezug auf Internet- Unternehmen versagten. Darüber hinaus kritisierte Khan, dass Unternehmen wie Amazon eine erhebliche Kontrolle über verschiedene Wirtschaftsbereiche gewinnen könne, während die Kunden oberflächlich gesehen von niedrigen Preisen profitieren. 

US- Präsident Joe Biden ist besorgt wegen der Marktmacht großer Tech- Konzerne und möchte dagegen halten. Daher wird die kürzliche Berufung von Khan zur FTC- Chefin als Signal gesehen. Biden wies seine Regierung in den vergangenen Wochen bereits an, neue Einschränkungen für Firmenübernahmen durch große Unternehmen in allen Branchen auszuarbeiten.

APA/ Red.

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