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Montenegro: Freispruch für Journalisten gefordert

Martinovic war im Jänner zu 18 Monaten Haft wegen mutmaßlichen Drogenhandels verurteilt worden.
© Pixabay

Symbolbild

Mehrere montenegrinische und internationale Medienorganisationen haben am Dienstag einen Freispruch des Investigativjournalisten Jovo Martinovic gefordert, der im Jänner wegen Drogenhandels zu 18 Monaten Haft verurteilt worden war. Die Berufungsverhandlung in dem Fall soll am Freitag stattfinden.

Es gebe „überwältigende Beweise“ dafür, dass Martinovic nur in seiner Eigenschaft als Journalist Kontakt zur Organisierten Kriminalität gehabt habe, berichtete der Sender Free Europe. Ein Freispruch von Martinovic wäre eine Wohltat für die Freiheit der Medien und die Rechtsstaatlichkeit, wurde Nora Wehofsits vom Europäischem Zentrum für Presse- und Mediafreiheiten (ECPMF) vom Sender zitiert.

Es sei an der Zeit, die Verfolgung und Einschüchterung von Investigativjournalisten einzustellen. Sollte die Haftstrafe bestätigt werden, würde Martinovic zum einzigen inhaftierten Journalisten der gesamten EU- und Balkan-Region.

Martinovic war im Oktober 2015 festgenommen worden. 15 Monate später wurde er vorübergehend auf freien Fuß gesetzt. Der Investigativ-Journalist war im September 2018 mit dem „Peter-Mackler-Preis für besonderen Mut und Ethik im Journalismus“ ausgezeichnet worden. Seine Recherchen nach dem Kosovo-Krieg hätten maßgeblich zur Enthüllung von Kriegsverbrechen und Drogenhandel in dem Balkanstaaten beigetragen, hieß es in der Begründung. Der Preis wird seit 2009 jährlich in Erinnerung an den amerikanischen AFP-Journalisten Peter Mackler vergeben.

PA/Red

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