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Mohrenkopf sorgt für Shitstorm

So reagieren die Marken weltweit auf die Rassismus-Debatte.
© Mohrenbräu

Logo der Vorarlberger Brauerei

Nicht nur in den USA, wo die aktuelle Rassismus-Debatte durch die Vorgänge rund um den farbigen George Floyd ihren Ausgangspunkt nahmen, sind Marken eifrig bemüht, ihr Marketing und Design dem neuen Verständnis der Konsumenten anzugleichen. Als erste Marken traf es Uncle Ben’s Reis und Aunt Jemima-Produkte (FM berichtete). Auch in Österreich sorgt derzeit die Vorarlberger Brauerei Mohrenbräu, die mit einem Mohrenkopf wirbt, für einen Shitstorm. Die Schweizer Supermarktkette Migros hat deswegen sogar die Biermarke aus den Regalen entfernt. Die Eigentümerfamilie Huber hat in einem offenen Brief um Verständnis gebeten. Denn das Getränkeunternehmen ist fast 200 Jahre alt. Es wurde von einem Josef Mohr, der seine Gaststätte mit angeschlossener Brauerei „Zum Mohren“ nannte, gegründet. Das Unternehmen stellt einen neuen Markenauftritt mit Hilfe von Experten in den nächsten Monaten in Aussicht.

Ebenfalls Gesprächsthema durch die Debatte ist das Logo von Julius Meinl. Auch hier wird sich zeigen, ob es geändert werden muss. Jedenfalls bringt die Rassismus-Diskussion auch in Europa viele Marken unter Druck. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé aus der Schweiz muss zum Beispiel in Australien Maßnahmen ergreifen: Die Marke „Red Skins“, die mit einem Indianer wirbt, und die Marke „Chico Lollies“, zu dessen Logo ein dunkelhäutiges Baby gehört, werden umbenannt.

PA/red

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