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Millliarden-Steuer nach Tod des Samsung-Chefs

Umgerechnet 9 Mrd. Euro sind eine der höchsten je in Südkorea vorgeschriebenen Erbschaftssteuern.
© Pixabay

Die Familie spricht von „staatsbürgerlicher Pflicht und Verantwortung, alle Steuern zu zahlen“

Im vergangenen Oktober war Samsung-Chef Lee Kun-hee verstorben. Die erhobene Erbschaftssteuer in Höhe von umgerechnet 9 Mrd. Euro wird von der Familie über fünf Jahre hinweg in sechs Raten beglichen werden. In einer Erklärung der Familie ist von „staatsbürgerlicher Pflicht und Verantwortung, alle Steuern zu zahlen“ die Rede. Weitere Details zur  Vorgangsweise fehlen.

Das Vermögen nach dem Tode von Lee war auf etwa 19 Mrd. Euro geschätzt worden. Lee hatte die Entwicklung von Samsung zum weltweit größten Smartphone- und Chipproduzenten vorangetrieben. In Folge der wie erwartet sehr hohen Erbschaftssteuer war darüber spekuliert worden, ob sich die Familie zur Begleichung der Forderung von Unternehmensanteilen trennen müsse. Es ist die Rede davon, dass die Erben Anteile als Sicherheit für Kredite einbringen, um Steuer-Teilbeträge zu begleichen und Verkäufe zu vermeiden.

Auch die umfassende Kunstsammlung der Familie mit mehr als 12.000 Werken im Gesamtwert von 1,4 Mrd. Euro, darunter solchen von Picasso, Monet, Chagall und Warhol, wollen die Erben an Museen spenden, wodurch Steuern gespart werden können und zusätzlich die Kunstwerke im Land verbleiben. Verbleibende Werke von u.a. Giacometti und Rothko werden aber weiter im Leeum Samsung Museum of Art von der Familie verwaltet.

APA/red

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