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Metamates im Kommen

Mark Zuckerberg verkündet "Update" der Firmenwerte
@ Pixabay

Meta-Chef setzt auf Unternehmenskultur der „Metamates“

Im kollektiv nutzbaren virtuellen „Metaversum“ sieht Mark Zuckerberg, Chef des Facebook-Mutterkonzerns Meta, die Zukunft des Konzerns. „Während wir das nächste Kapitel unseres Unternehmens als Meta aufbauen, haben wir gerade die Werte aktualisiert, die unsere Arbeit leiten“, schrieb er in einer Nachricht an die Beschäftigen. Der immer stärker in die Kritik geratende Internetgigant will damit eine neue Firmenkultur etablieren – mit einem Update der Unternehmenswerte: schnelles Handeln als Gemeinschaft, langfristiges Denken und Respekt gegenüber den Kolleginnen und Kollegen. Einer Nachricht Zuckerbergs an die Beschäftigten zufolge sollen sie sich als „Metamates“ verstehen.

Neuer Kurs

Statt das in den Anfangszeiten des Online-Netzwerks postulierte Credo „Move fast and break things“ (Bewege dich schnell und mache Dinge kaputt) hob Zuckerberg in seiner Botschaft nun „moving fast together“ (Gemeinsam schnell bewegen) hervor. Gelten soll, zusammen als Team Innovation zu schaffen – nicht nur als Individuen, sondern als Unternehmen. Außerdem betonte Zuckerberg, dass es einen direkten, aber respektvollen Umgang geben solle und die „Metamates“ überdies „gute Verwalter unseres Unternehmens und unserer Mission“ sein müssten. „Es geht darum, sich um unser Unternehmen und umeinander zu kümmern.“ Die genannten Werte forderten dabei auch, sich auf Langfristigkeit zu fokussieren und „großartige Dinge“ zu erschaffen.

Vertuschungsaktion?

Meta – Sammelkonzern der Online-Netzwerke Facebook und Instagram sowie des Messenger-Dienstes WhatsApp – besteht nun seit Oktober 2021. Zuckerberg erklärte damals, mit der Umbenennung solle die Schöpfung eines sogenannten Metaversums in den Vordergrund gestellt werden. Einen solchen Raum hält der Konzern, der sein Geld vor allem mit dem Verkauf möglichst maßgeschneiderter Werbebotschaften an seine Nutzerinnen und nutzer verdient, für die nächste Entwicklungsstufe der Vernetzung. Parallel zur Umbenennung war der Onlineriese zuletzt verstärkt in die Kritik geraten, vor allem nach den Enthüllungen der ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin und Whistleblowerin Frances Haugen, die Facebook vorwirft, Profitinteressen über die Sicherheit seiner Nutzerinnen und Nutzer sowie das Gemeinwohl zu stellen. Das Unternehmen weist das entschieden zurück. Die Ankündigung der überarbeiteten Unternehmenswerte sorgt nun in den Online-Netzwerken auch teils für Kritik. Es solle versucht werden, von den Problemen bei Facebook abzulenken, lautete einer der Vorwürfe. „Facebook muss den Schaden erkennen, den sie heute anrichten“, schrieb Whistleblowerin Haugen bei Twitter. APA/RED.

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