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Meta: Prototyp für dünnere VR-Brillen vorgestellt

Die neuen Modelle dürften um ein Vielfaches dünner sein - müssen aber an den PC angeschlossen werden
©unsplash

Aktuell sind VR-Brillen ziemlich dick, unpraktisch und wenig komfortabel beim Tragen

Virtual- und Augmented Reality sind die Zukunft. Das behaupten zumindest die großen Player am Technikmarkt. Dennoch sind die benötigten Gadgets zum Eintauchen in diese Computer-Welten noch recht unhandlich und wenig ausgereift. Die Facebook-Mutter Meta will dies nun ändern. Dementsprechend zeigte das Unternehmen, das stark auf virtuelle Welten setzt, am gestrigen Montag einen Prototypen einer VR-Brille, die deutlich dünner und leichter ist als bisher erhältliche Geräte. „Holocake 2“, wie die Brille genannt wird, ist nur wenige Zentimeter dick – ein massiver Fortschritt zu den aktuell ziemlich klobigen Devices. Einziger Haken: Die Brille muss – im Gegensatz zu ihren Vorgängermodellen – an den PC angeschlossen werden.

Für das kompakte Design des Prototypen sorgen vor allem Innovationen bei den Linsen. Dazu gehört holografische Optik, dank der die Linse praktisch flach sein kann, wie Meta erläuterte. In einem noch nicht gebauten Konzept mit dem Namen „Mirror Lake“ verspricht der Konzern ein leistungsstarkes VR-Headset in der Größe einer Skibrille. Als nächstes Gerät will Meta bis Jahresende eine Brille mit dem Codenamen „Cambria“ auf den Markt bringen, die neben der Anzeige virtueller Welten auch die reale Umgebung mit Kameras einfangen und dem Nutzer einblenden soll.

Technischer Durchbruch noch Jahre entfernt

Unklar blieb, warum Meta die Zukunftsprojekte jetzt präsentierte: Es wurden keine Angaben dazu gemacht, wann fertige Geräte auf Basis der Prototypen in den Handel kommen könnten. Allerdings gab es in den vergangenen Monaten Berichte, wonach Konkurrent Apple den Prototypen einer Datenbrille seinen Verwaltungsratsmitgliedern vorgeführt habe und auf dem Weg zur Marktreife sei. Auch über die Apple-Brille war zu lesen, dass sie einer Skibrille ähnlich sehe. Der iPhone-Konzern schweigt traditionell zu anstehenden Produkten, bis ihre Markteinführung näher rückt. Den Berichten zufolge hat auch die Apple-Brille viele Kameras, um auf ihrem Display die reale Umgebung mit digitalen Inhalten mischen zu können.

Als Ziel von Apple gilt eine Brille mit durchsichtigen Gläsern, die digitale Objekte direkt ins Auge des Nutzers projizieren kann, so dass sie sich in seine Umgebung einfügen. Experten gehen jedoch davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauern wird, bis die erforderlichen Durchbrüche bei Rechenleistung und Stromverbrauch erreicht werden.

Facebook-Gründer und Meta-Chef Mark Zuckerberg kaufte bereits 2014 den VR-Pionier Oculus für zwei Milliarden Dollar und investierte massiv in die Technologie. Im vergangenen Jahr kündigte er die Ausrichtung auf die virtuelle Welt Metaverse an und ließ deshalb den Konzernnamen von Facebook zu Meta ändern.

APA/Red.

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