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Messerfotos in sozialen Medien können zum Waffenbesitz anregen

Forschende kritisieren britische Met Police
© Unsplash

Fotos der Met Police von beschlagnahmten Messern können laut einer britischen Studie dazu verleiten, selbst Messer bei sich zu tragen

Forschende der University of Strathclyde sind zu dem Schluss gekommen, dass Fotos der britischen Polizei von beschlagnahmten Messern in den sozialen Medien zum Tragen derartiger Waffen ermutigen könnten. Zudem riskiere das Teilen dieser Fotos  das Schaffen einer Kultur der Angst und des Aufrechterhaltens negativer Stereotype.

Die britische Met Police hat zwischen den Jahren 2020 und 2021 mehr als 2.100 Fotos von beschlagnahmten Messern geteilt. Laut der Behörde warte man noch auf die Ergebnisse einer anderen Studie, die nächsten Monat veröffentlicht werde.

Die Met Police kontert, Fotos die angemessen eingesetzt werden, würden die Ernsthaftigkeit des Themas unterstreichen. Bis zu Ende des vergangenen Jahres starben allein in London 27 Teenager bei Messerstechereien –  somit die höchste Fallzahl seit 2008.

Zudem kommt die Studie der University of Strathclyde zu dem Schluss, dass das Teilen von Fotos mit Messern seitens der Polizei sowohl junge Menschen dazu ermutigt, Waffen zu tragen als auch negative Reaktionen provoziert und vorgefasste Vorstellungen darüber, wer wahrscheinlich ein Messer mit sich trägt, aufrechterhalten kann.

Ein Sprecher der Met Police begrüßt die Diskussion zur Bekämpfung der Gewalt in all ihren Formen. Möglicherweise tödliche Waffen von den Straßen zu bekommen, sei von zentraler Bedeutung. „Wir glauben, dass Fotos von Messern und ähnlichen Waffen bei einem angemessenen Einsatz, den Ernst der Lage betonen und wie wir damit umgehen.“

Derzeit warte man noch auf die Ergebnisse weiterer Studien, die die möglichen Auswirkungen der Veröffentlichung dieser Fotos untersuchen. „Wir warten auf die Ergebnisse, bevor wir über eine Veränderung unseres Vorgehens nachdenken“, erklärt der Polizeisprecher.

 

PA/ Red.

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