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Melisa Erkurt startet Medienprojekt für Junge

"Die Chefredaktion": Entstehung der digitalen Plattform für junges, diverses Publikum kann seit Mittwoch auf Instagram verfolgt werden.
© Screenshot/https://www.instagram.com/die_chefredaktion/?hl=de

Die Journalistin und Buchautorin Melisa Erkurt gründet für das „Biber Newcomer Netzwerk“ ein neues Medium mit dem Titel „Die Chefredaktion“. Das erste Format der digitalen Plattform, der Instagram-Kanal „die_chefredaktion„, ist am heutigen Mittwoch an den Start gegangen. Mit dem Projekt soll ein junges, diverses Publikum angesprochen werden, sagte Erkurt zur APA.

Behandelt werden sollen dieselben politisch und gesellschaftlich relevanten Themen wie in anderen Medien, „nur der Zugang wird sich unterscheiden“, so Erkurt. „Die alten Organisationsstrukturen funktionieren bei der jungen Zielgruppe nicht“, ist die Journalistin überzeugt. Aber auch Themen, die die Zielgruppe auf Instagram bewegen, beispielsweise Mental Health, sollen aufgegriffen werden.

„Wenn zu viele Medien damit leben können, ein junges, diverses Publikum nicht zu erreichen, in Ordnung – ich kann es nicht“, schreibt Erkurt, die mehrere Jahre lang ein Journalismusprojekt an Schulen leitete, im Vorjahr das Buch „Generation haram“ über das österreichische Bildungssystem veröffentlichte und zuletzt für den ORF-„Report“ tätig war, über ihre Motivation für das Projekt auf Instagram.

„Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir komplett transparent sind“, sagte Erkurt im Gespräch mit der APA. Das Publikum wird in den Instagram-Storys über die Entstehung der Geschichten, die im Wochentakt über Instagram publiziert werden sollen, am Laufenden gehalten. Die ersten Geschichten sollen in den kommenden Monaten erscheinen, bis dahin kann auf Instagram verfolgt werden, wie die Redaktion entsteht. Derzeit besteht das Team noch lediglich aus Erkurt und einer Praktikantin.

Die Redaktion, die unabhängig von der „biber“-Redaktion agiert, werde hauptsächlich aus Schülerinnen und Schülern bzw. Studierenden bestehen. So wie in der Gesellschaft soll auch ein guter Teil des Redaktionsteams Migrationshintergrund haben. „Die junge Zielgruppe will Diversität, die es in den Medienhäusern viel zu wenig gibt“, so Erkurt.

Finanziert wird „Die Chefredaktion“ durch eine 200.000 Euro hohe Förderung der Mega Bildungsstiftung. Ziel ist es, die Plattform auszubauen und auch auf anderen digitalen Kanälen vertreten zu sein. Dafür wurde bei der Wiener Medieninitiative um eine Förderung angesucht. Beteiligt an der Konzeption des Projekts war Simon Kravagna, „das biber“-Gründer und Geschäftsführer des fjum (forum journalismus und medien).

 

APA/Red.

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