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Medienkonzern Springer spürt die Coronakrise

Gewinn ging um etwa 20 Prozent zurück. Eine Fusion mit ProSiebenSat.1 wird abgelehnt.
© Axel Springer SE

Außenansicht des Gebäudes des Axel Springer Medienkonzerns in Berlin

Die Folgen der Coronakrise drücken beim Medienkonzern Axel Springer auf Umsatz und Gewinn. Die Erlöse dürften 2020 um rund sieben Prozent auf 2,9 Milliarden Euro sinken und das bereinigte Ergebnis (Ebitda) um etwa 20 Prozent auf rund 500 Millionen Euro fallen, sagte Konzernchef Mathias Döpfner am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung.

Wegen der Unsicherheit in der Wirtschaft hätten Springers Job-Portale weniger Anzeigen verbucht. Zudem habe man auf den Immobilienportalen vor allem während des Lockdowns im Frühjahr Einbußen gehabt. „Allerdings hat sich der Markt seitdem erholt und als robust erwiesen.“ Während die Werbeerlöse in der Sparte News Media zurückgingen, stiegen die digitalen Abos und die Reichweite. Zudem profitierten Konzerntöchter wie Idealo oder Awin vom anziehenden Internethandel in den Zeiten von Corona. Nach den ersten neun Monaten ging Döpfner zufolge der Umsatz um 6,4 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zurück und der Gewinn (Ebitda) um elf Prozent auf 391 Millionen Euro.

Großaktionär KKR übernimmt Streubesitz bei Axel Springer

Der US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) übernimmt als Großaktionär die sich noch im Streubesitz befindlichen Axel-Springer-Aktien. Auf der digitalen Hauptversammlung des Medienkonzerns wurde am Donnerstag ein entsprechender Beschlussvorschlag mit erforderlicher Mehrheit angenommen.

Im Sommer wurde bekannt, dass KKR das sogenannte Squeeze-Out anstrebt. Dabei können Aktionäre, die den kleineren Streubesitz halten, gegen eine angemessene Barabfindung vom Großaktionär herausgedrängt werden. 60,24 Euro je Aktie will KKR zahlen. Im Streubesitz befindet sich nur noch ein ganz kleiner Anteil: rund 0,9 Prozent.

APA/red

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