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Medien verbreiten eher Panik

Nach Gallup-Umfrage sinkt das Vertrauen, dass sie helfen, die Krise einzudämmen.
© Pixabay

Während dem Höhepunkt der Coronakrise im Frühjahr meldeten Online-Portale Rekordzugriffe, TV-Sender Rekordquoten und Zeitungsverlage große Zuwächse bei den verkauften Digital-Abos. Diese Zeit ist jetzt nach einer neuen Umfrage des Gallup-Instituts und des Medienhauses Wien mit 1000 Teilnehmern wieder vorbei. Denn die Stimmung kippt wieder. Während im April noch 31 Prozent der Befragten glaubten, dass die Massenmedien geholfen haben, die Krise einzudämmen, glauben das Anfang Oktober nur mehr 17 Prozent. Zum ersten Mal seit Beginn der Krise überwiegt die Meinung, dass die Medien eher Panik verbreiten.

Auch die Mediennutzung zeigt einen Ermüdungszustand betreffend das Thema Corona. „Das Thema macht ratlos. Das Suchen nach Information bringt keine neue Erkenntnis. Es verwirrt eher, das heißt, man wendet sich davon ab“, sagt Andrea Fronaschütz vom Gallup Institut. Rund ein Drittel informiert sich gar nicht mehr, bei den 16 bis 30-Jährigen sind es sogar 41 Prozent. Vor allem die Informationen aus Radio und Fernsehen werden nach der Gallup-Umfrage wieder weniger genutzt. Vor allem bei den Unter-30-Jährigen beträgt der Anteil derer, die Fernsehnachrichten konsumieren nur mehr bei 54 Prozent (im Frühjahr noch bei mehr als 80 Prozent). Hingegen bleibt nach Angaben von Fronaschütz die jüngere Zielgruppe am ehesten noch bei Tageszeitungstiteln. Diese werden oft digital gelesen.

Die Herausforderung für Medien sei nun, die in der Coronakrise gewonnenen Leser und User mit Strategien weiterhin zu halten, so Fronaschütz: „Der Nutzen, den das Medium vermitteln muss, ist, die richtige Interpretation und Decodierung aus all diesen unübersichtlichen Informationen zu filtern und zu finden.“

PA/red

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