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Martin Staudinger erhält Riehl-Heyse-Preis

Prämiert wird der „Profil“-Redakteur für einen Artikel über angehende Autokraten.
© Alexandra Unger

„Profil“-Redakteur Martin Staudinger

„Profil“-Redakteur Martin Staudinger ist mit dem Herbert-Riehl-Heyse-Preis der „Süddeutschen Zeitung“ ausgezeichnet worden. Damit geht die Auszeichnung zum ersten Mal an einen österreichischen Journalisten. Staudinger erhält den Preis für seinen 2017 erschienenen Text „In vier Schritten zur Alleinherrschaft“, in dem er die Machtstrategien angehender Autokraten analysiert. Der Text sei eine „fulminante und präzise politische Analyse ganz in der Tradition von Herbert Riehl-Heyse, der bis zu seinem Tod im Jahr 2003 die „Süddeutsche Zeitung‘ mitprägte“, so die Jury. Gestiftet wurde der Preis von den Gesellschaftern des Süddeutschen Verlags. Er wird alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die bisherigen Preisträger waren Stefan Geiger („Stuttgarter Zeitung“), Stephan Lebert und Stefan Willeke („Die Zeit“), Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius („Die Zeit“), Gerhard Stadelmaier („Frankfurter Allgemeine Zeitung“), Hans Holzhaider („Süddeutsche Zeitung“), Anne Kunze („Die Zeit“) und zuletzt Stefan Berg („Der Spiegel“).

profil-Herausgeber Christian Rainer sagte dazu: „Ich verstehe diese Auszeichnung eines fulminanten Textes von einem der besten Schreiber des deutschen Sprachraums auch als eine Warnung. Es ist eine Warnung, die aus einem Land kommt, das länger als die meisten europäischen Staaten mit einem Populismus kämpft, der mit demokratischen Mitteln undemokratische Vorgänge in Bewegung zu setzen versucht.“

profil-Herausgeber Christian Rainer sagte dazu: „Ich verstehe diese Auszeichnung eines fulminanten Textes von einem der besten Schreiber des deutschen Sprachraums auch als eine Warnung. Es ist eine Warnung, die aus einem Land kommt, das länger als die meisten europäischen Staaten mit einem Populismus kämpft, der mit demokratischen Mitteln undemokratische Vorgänge in Bewegung zu setzen versucht.“

 

PA/Red/MH

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