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Markenartikelkampagne startet

Verband wendet sich gegen weitere Werbeverbote.
DMB.

Marke aus Formeln

Sie gehört schon zur Tradition: Die Markenartikelkampagne. Auch dieses Jahr wird also wieder fleißig Das Original plakatiert. Der Auftakt ist auch immer eine Gelegenheit, Themen, die die Hersteller beschäftigen, unters Volk zu bringen. Diesmal – wieder – Werbeverbote. In Österreich gibt es dazu ja einige Diskussionen und angedachte Instrumente, die allerdings auch wegen Corona noch nicht umgesetzt wurden. Und auch nicht umgesetzt werden sollten, fordert der Geschäftsführer des Markenartikelverbandes (MAV), Günter Thumser, ein weiteres Mal. Denn Redefreiheit gelte auch für die Marke. Die müsse mit ihren Konsumenten kommunizieren können. Damit diese Kommunikation nicht aus dem Ruder laufe, gibt es in Österreich auch eine freiwillige Selbstverpflichtung, den Werberat. Und nicht zuletzt verweist Thumser auf die EU, die für ihre Mitgliedsstaaten einheitliche Empfehlungen und Standards lanciere. Diese noch übertreffen zu wollen, schade letztendlich den heimischen Unternehmen.

MAV-Präsident Nikolaus Huber führt hier gleich zwei konkrete Beispiele an: Einerseits die Herkunftskennzeichnung. „Der Wunsch der Konsumenten nach mehr Wissen um die Herkunft der Produkte wird von uns nicht nur akzeptiert sondern seit Jahren als Teil einer Marken-Ideologie auch aktiv gelebt. Wir begrüßen daher durchaus eine EU-weite Regelung im Rahmen der Farm to Fork-Strategie. Ein Vorpreschen mit einer eigenen nationalen Verordnung lehnen wir jedoch kategorisch ab“, macht er den Standpunkt der Markenartikler deutlich. Ähnlich die Haltung im Bezug auf das Österreichische Nährwertprofil. Dieses „erkläre sich außerhalb wissenschaftlicher Evidenz zur strengen Lehrmeistern aller österreichischen Konsumenten“. „Durch Androhung von Werbeverboten sollen zahlreiche Lebensmittelkategorien aus der öffentlich wahrnehmbaren Kommunikation verbannt werden“, kritisiert Huber. Und das, obwohl es 2023 ein EU-weit einheitliches Nährwertprofil geben soll.

Er untermauert seine Forderungen mit den jüngsten Ergebnissen der Langzeitstudie des Werberates. Demnach nehmen 67 Prozent Werbung als unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor wahr. Um sieben Prozentpunkte mehr als 2018. Gestiegen ist ebenso das Image sowie die Glaubwürdigkeit der Werbung.

Damit sich dieser Trend fortsetze, wird unter anderem an der Markenartikelkampagne festgehalten. Auch dieses Jahr stammt sie wieder von DMB. Die Agentur setzt dieses Mal die Marken mit Formeln in Szene: Die Vorteile jeder Marke ergeben schließlich den Namen. 30 Marken sind diesmal mit dabei, die auf Plakaten, Citylights, Anzeigen, im TV und Online auf ihre Originalität hinweisen. Dazu wurden noch interaktive Elemente entwickelt. Etwa in Form einer Marktguru-Cashback-Aktion. Oder einem digitalen Marken Einmaleins.

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