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Maria-Theresien-Denkmal wird entfernt

Historisches Fehlverhalten straft Herrscherin mit “Ehemaligem Maria-Theresien-Platz”
© Pixabay

Dieses Denkmal ist bald genauso Geschichte wie die darauf abgebildete Monarchin

Aus Schulzeiten kennen viele die Monarchin Maria Theresia vorwiegend als Reformatorin des Bildungswesens. Weitestgehend auf der Strecke bleiben allerdings historische Fakten, wie etwa ihre Kolonialbestrebungen, z.B. als Gründerin der Ostindischen Handelskompanie, ihr christlicher Antisemitismus und die Ehrung einer Autokratin in einer demokratischen Gesellschaft. 2021 wird dieses Verhalten ihrem Denkmal am gleichnamigen Platz zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum zum Verhängnis. Bei einem breit angelegten Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligungsprozess begleitete die MA16 eine Vielzahl von Personen, die über das Schicksal des Herrscherinnendenkmals abstimmten.

Gesellschaftspolitisches Statement

Die „Black-Lives-Matter“-Proteste in den USA waren ausschlaggebender Anstoß für die Intensivierung solcher Debatten. So wurden bereits die „König Leopold II. Statue“ in Belgien entfernt und das Monument des Sklavenhändlers Edward Colston in England versenkt. In Österreich entfachte eine Kolonialismus-Debatte, mit Ausbeutung und strukturellem Sklavenhandel im Fokus. Marginalisierte Stimmen abseits der Mehrheitsgesellschaft, die bei derlei Verfahren so oft ungehört bleiben, wurden ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohnern sowie Aktivistinnen und Aktivisten, Historikerinnen und Historikern und politischen Vertreterinnen und Vertretern. Das Ergebnis: Das Denkmal wird entfernt, der Platz in “Ehemaliger Maria-Theresien-Platz” umbenannt. APA/RED./CH

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