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Macher von „Pokémon Go“ entwickeln eigenes soziales Netzwerk

Laut Niantec Gegenentwurf zum Konzept einer virtuellen "Metaverse"-Welt
© Pixabay

Die App „Pokémon Go“ soll demnächst ein eigenes soziales Netzwerk bekommen

Pokémon- Fans aufgepasst: Die Erfinder des Smartphone-Spiels „Pokémon Go“ haben angekündigt, ein eigenes soziales Netzwerk für die Nutzerinnen und Nutzer ihrer App starten zu wollen. Auch einen Namen gibt es bereits für die neue Plattform: Campfire – zu deutsch Lagerfeuer. Spielerinnen und Spieler der App können sich so unter anderem ihre Position auf der Karte anzeigen und sich für Events verabreden, wie die Entwicklerfirma Niantic am Dienstag mitteilte. Der Dienst steht zunächst nur für Spiele zur Verfügung, die von Niantic entwickelt wurden. Allerdings sollen später auch Entwickler profitieren, die ihre Apps auf Niantics Technologie-Plattform aufsetzen.

Das 2016 gestartete „Pokémon Go“ erlebte in den letzten Jahren einen enormen Hype. Nutzerinnen und Nutzer der App jagen dabei mit ihrem Smartphone animierten Monstern – den Pokémon – hinterher, um diese zu fangen und mit ihnen gegen andere Personen zu spielen. Dabei werden digitale Inhalte in reale Umgebungen integriert. Man spricht von einer sogenannten „erweiterten Realität“ (Augmented Reality, AR).

„Wir wollen Technologie nutzen, um etwas Magie zur Welt hinzuzufügen“, sagte Niantic-Chef John Hanke am Dienstag. Er sieht die Technologie als Gegenentwurf zum Konzept einer virtuellen „Metaverse“-Welt von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. „Wir wollen uns dabei nicht in den Weg stellen, die Welt ist ein ziemlich cooler Ort“, so Hanke weiter. Er hofft stark auf AR-Brillen, bei denen digitale Inhalte direkt ins Blickfeld der Nutzer eingeblendet werden.

Die hauseigene AR-Technologie baut Niantic mit der Fähigkeit aus, die Position eines Users an einem Ort bis auf den Zentimeter genau zu bestimmen. Möglich wird das durch Scans der Umgebung und 3D-Modelle. Dadurch kann die Kamera erkennen, wo sich das Smartphone gerade befindet. Mit der Technik sollen eingeblendete digitale Objekte präziser an die Umgebung angepasst werden und mit ihr interagieren. Auch können virtuelle Objekte in den Apps für mehrere Nutzer an exakt demselben Ort angezeigt werden. Die Funktion ist zunächst an Orten in San Francisco, Los Angeles, New York, Seattle, London und Tokio verfügbar und soll bis Jahresende auf mehr als 100 Städte weltweit ausgeweitet werden.

 

 

APA/ Red.

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