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„Lockdown Mode“: Apple lässt Hacker-Ziele Geräte besser schützen

Apple klagt israelische Firma, wegen Ausspähung von iPhone-Nutzerdaten
© Unsplash

Ein neuer „Lockdown Modus“ soll voraussichtlich im Herbst verfügbar sein

Apple möchte Nutzern, die ins Visier von Hacker-Attacken geraten könnten, besser schützen und erlaubt es ihnen, ihre Geräte vor derartigen Angriffen abzusichern. Die Einstellung „Lockdown Mode“ bringt zugleich eine erhebliche Einschränkung der Funktionen. So sind beim Chatdienst Messages die meisten Anhänge bis auf Bilder blockiert und es werden keine Link-Vorschauen angezeigt. Anrufe über Apples Telefondienst Facetime werden nur dann zu gelassen, wenn der Nutzer den Anrufer zuvor selbst kontaktiert hat.

Wie der US-Konzern am Mittwoch angekündigte, wird der „Lockdown Mode“ – zu deutsch „Blockierungsmodus“ – voraussichtlich im Herbst für iPhones, iPad-Tablets und Mac-Computer verfügbar sein. Politiker, Journalisten und Aktivisten geraten oft ins Visier von Geheimdiensten, die versuchen, über Schwachstellen in der Software von Geräten an Daten zu kommen. Daneben gibt es Unternehmen – wie die israelische Firma NSO – deren Überwachungssoftware Pegasus auch erfolgreich gegen iPhones eingesetzt wurde. Bisher bekannte Angriffe mit Pegasus wären vom „Lockdown Mode“ verhindert worden.

Apple wirft NSO in einer Klage vor, die Ausspähung von iPhone-Nutzern zugelassen zu haben. Die Firma behauptete stets, ihre Technologie nur an Sicherheitsbehörden zu verkaufen. Allerdings soll Pegasus nach Erkenntnissen von IT-Experten – wie etwa vom kanadischen Citizen Lab – auch gegen Journalisten und politische Aktivisten von autoritären Regierungen eingesetzt worden sein.

Die möglichen Schadensersatzzahlungen aus dem NSO-Verfahren will Apple IT-Sicherheitsforschern weiterreichen und sie zusätzlich mit zehn Millionen Dollar (rund 9,8 Millionen Euro) unterstützen. Er hoffe, mit dem Geld ein breiteres Netzwerk aus Experten aufstellen zu können, sagte Citizen–Lab Gründer Ron Deibert.

Die Hacker greifen bei den Angriffen bevorzugt auf Sicherheitslücken zurück, die bisher nicht allgemein bekannt sind. Unternehmen wie Apple bieten Belohnung für das Aufspüren solcher Schwachstellen an, damit sie nicht für solche Zwecke missbraucht werden. Die maximale Zahlung für besonders schwerwiegende Lücken verdoppelt Apple nun auf zwei Millionen Dollar.

APA/ Red.

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