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Lobbyismus in Europa kommt US-Techkonzernen teuer

Google, Facebook und Microsoft geben in Europa einer Studie zufolge am meisten Geld für Lobbyarbeit aus.
@Pixabay

Der Studie zufolge investierten insgesamt 612 Unternehmen, Gruppen und Vereinigungen innerhalb eines Jahres mehr als 97 Mio. Euro in Lobbyarbeit.

Diese Erkenntnis müsse ein Weckruf für EU-Abgeordnete sein, Regeln für Lobbyismus zu verschärfen, geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Lobbywächter Corporate Europe Observatory und LobbyControl hervor. Der Technologiesektor bemühe sich noch stärker als die Pharma- oder Energiebranche, neue Vorgaben zu beeinflussen oder zu verwässern. Die Branche stelle dadurch sicher, dass ihre Stimme gehört werde. Die Lobbyarbeit der Techkonzerne habe sich vor allem auf das Digitale-Dienste-Gesetz sowie das Digitale-Märkte-Gesetz konzentriert, die ihr Plattform-Geschäft stark beeinflussen könnten.

Der Bericht bezieht sich auf Daten, die dem EU-Transparenzregister bis Mitte Juni zur Verfügung gestellt wurden. Demnach gab die Alphabet-Tochter Google 5,75 Mio. Euro für Lobbyismus aus. Facebook kam auf 5,5 Millionen und Microsoft auf 5,25 Mio. Euro. Bei Apple waren es 3,5 Mio. Euro und bei Huawei aus China 3 Mio. Euro. Amazon rangierte dahinter mit 2,75 Mio. Euro. Der Studie zufolge investierten insgesamt 612 Unternehmen, Gruppen und Vereinigungen innerhalb eines Jahres mehr als 97 Mio. Euro in Lobbyarbeit zum Thema Digitales bei der EU.

 

APA/Red.

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