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Licht aus – Tür zu. Oder?

Seit geraumer Zeit hat man den Eindruck, dass Qualitätsjournalismus, wie ihn die Wiener Zeitung praktiziert, nicht im Drehbuch der Republik steht.
© APA/Herbert Neubauer

Das Ende der republikseigenen Wiener Zeitung als Tageszeitung bzw. in gedruckter Form steht bereits seit mehreren Wochen im Raum. Das Regierungsprogramm sieht nämlich eine Abschaffung der Pflichtinserate im Amtsblatt der Zeitung vor, wodurch ein großer Teil der Einnahmen für das Qualitätsblatt wegfallen würde.

Als älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt nimmt die Wiener Zeitung in der Mediengeschichte Österreichs eine absolute Sonderstellung ein. Seit ihrer Gründung am 8. August 1703 als „Wiennerisches Diarium“ war sie rund eineinhalb Jahrhunderte lang stets führend auf dem österreichischen Zeitungsmarkt. Vielleicht nicht gerade die Auflage betreffend, aber stets, was den hohen Qualitätsanspruch anbelangt.

Schon in seiner allerersten Ausgabe vom 8. August 1703 enthält das „Wiennerische Diarium“ als Begrüßung an die Leserschaft eine Art Grundsatzerklärung, und zwar in der Form einer immerhin eine ganze Zeitungsseite umfassenden „Anmerckung“. Darin wurde kundgetan, dass „die in der Redaktion einlauffende Begebenheiten / ohne einigen Oratorischen und Poëtischen Schminck / (…) sondern der blossen Wahrheit derer einkommenden Berichten gemäß (…) ordentlich vorgestellt werden.“ Damit wurden von Anfang an in der Berichterstattung Sachlichkeit und Objektivität zur obersten Maxime erhoben…

Von Ernst F. Müller

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