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Max Zirngast meldet sich aus dem Gefängnis

 

Max Zirngast schreibt abermals aus dem türkischen Gefängnis

 

In dem Brief, der den Österreichischen Journalistenclub (ÖJC) erreichte, beklagt sich der Journalist über Monotonie, Bewegungslosigkeit und Isolation. Die drei wichtigsten Umgangsformen damit ließen sich mit den Begriffen Disziplin, Kreativität und Solidarität umschreiben. Man sei nur mit den Wächtern im Kontakt und dies bringe Probleme, "Unsere Kommunikation verläuft hauptsächlich über das Gitter an unserer Tür. Briefe, Essen, Gegenstände, Zeitungen und so weiter werden uns durch das Gitter gereicht. Die Tür wird nur dann aufgemacht, wenn eine Zählung stattfindet oder wir hinaus gehen."

 

Was einem dort aufgezwungen werde, ist eigentlich eine ziemlich disziplinierte – wenn nicht gar zu disziplinierte – alltägliche Routine. Die Morgenzählung, die Verteilung des Essens, Warmwasser, Gang in den Hof, Abendzählung – alles fände zu bestimmten Zeiten statt. Außerdem müsse man zur Zählung in ordentlicher Kleidung erscheinen. "Anstatt diese Disziplin aufzuweichen, versuchen wir, noch disziplinierter zu sein." ÖJC-Präsident Fred Turnheim nimmt das Schreiben abermals zum Anlass an die Bundesregierung zu appellieren, sich für Zirngasts Freilassung einzusetzen,

Bildcredit: pixabay