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Kronehit klagt GfK wegen Radiotest

Privatradiosender bemängelt Erhebungsmethodik.  
© Pixabay

Kronehit klagt das für die Erhebung und Gewichtung der Radiotestdaten verantwortliche Marktforschungsinstitut GfK. Ernst Swoboda, Geschäftsführer von Kronehit, sieht die Reichweiten des Privatsenders „massiv niedriger dargestellt, als sie eigentlich dargestellt sein müssten“, berichtete „Horizont“ am Donnerstag. GfK wies die Vorwürfe zurück.

Der Radiotest wird von Kronehit, ORF und dem Privatradio-Vermarkter RMS in Auftrag gegeben. Swoboda klagt GfK nun auf Rückzahlung dessen, was der Sender für den Test bezahlt hat, aber auch auf Schadenersatz für die „massiv niedriger dargestellte“ Reichweite von Kronehit.

Er kritisiert die Erhebungsmethode, weil dadurch die jüngeren Zielgruppen in den Ergebnissen unterrepräsentiert seien. Das treffe vor allem Sender wie Kronehit, die das junge Publikum erreichen wollen. Als einen Grund dafür vermutet Swoboda das Bestreben bei GfK, Kosten zu minimieren.

Swoboda kritisiert überdies, den Umgang bei GfK mit Betrugswarnungssoftware. Auf vielen Smartphones sei bereits Software installiert, die vor verdächtigen Anrufen warnt. Andere Institute hätten Strategien dagegen entwickelt: „Die GfK hat nichts getan“, konstatiert Swoboda.

Er fordert, dass der Radiotest künftig „unbedingt zu einem wesentlichen Teil eine Onlinebefragung miteinbeziehen“ müsse, und zwar „unbedingt noch heuer“. Seine Kritik sei auch nicht neu, sagte der Kronehit-Chef: Schon im Vorjahr habe er verlangt, dass der Radiotest 2020/2 nicht publiziert werde.

Ein GfK-Sprecher hielt gegenüber „Horizont“ fest, dass die Erhebungsmethodik der Radiotestdaten durchwegs die anerkannten Regeln der Markt- und Meinungsforschung erfüllten. Die Vorwürfe seien schwer nachvollziehbar und würden den tatsächlichen Gegebenheiten nicht entsprechen.

 

APA/Red.

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