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Medienminister Blümel pocht auf Kooperationen

 

Medienminister Gernot Blümel pocht auf Zusammenarbeit zwischen ORF und privaten Medien

 

Der für Medien zuständige Kanzleramtsminister Gernot Blümel drängt weiter auf eine Kooperation zwischen dem ORF und dem privaten Mediensektor. Die einzelnen österreichischen Medien seien für sich zu klein, um im digitalen Bereich erfolgreich zu sein und den großen ausländischen Plattformen wie Google und Co die Stirn bieten zu können, erklärte er im Verfassungsausschuss des Nationalrats. Es brauche daher ein Umdenken in der heimischen Medienlandschaft und den Aufbau eines gemeinsamen Vermarktungsmodells. Über die Zukunft der Wiener Zeitung laufen laut Blümel derzeit noch Gespräche, die neue EU-Richtlinie zu audiovisuellen Mediendiensten will er zeitgerecht in den kommenden 21 Monaten umsetzen. Mit Koalitionsmehrheit vertagt hat der Ausschuss Anträge der Opposition zum ORF und zur Medienförderung.

 

Blümel räumte ein, dass die geltenden Wettbewerbsregeln dem Aufbau eines gemeinsamen Vermarktungsmodells von ORF und Privatmedien womöglich entgegenstehen. Diese würden derzeit die globalen Player schützen. Er will sich daher die Bestimmungen genau anschauen, sobald ein konkreter Vorschlag für ein derartiges Modell am Tisch liegt. Die Frage "von ein bisschen mehr Geld da und ein bisschen mehr Geld dort" werde jedenfalls nicht die Zukunft des österreichischen Medienstandorts retten, so Blümel.

Bildcredit: pixabay