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Klage gegen Netflix wegen Film

"Die Geldwäscherei" stelle Skandal-Anwälte der Panama-Papers-Affäre als Bösewichte dar.
© youtube.com, Netflix

Die beiden Anwälte Jürgen Mossack und Ramón Fonseca, deren Kanzlei im Mittelpunkt der Panama-Papers-Affäre stand, verklagen in den USA die Streaming-Plattform Netflix wegen des von ihr vertriebenen Films „Die Geldwäscherei“. Der Streifen erzählt die Geschichte des Skandals nach. Die beiden Partner der Kanzlei Mossack Fonseca sehen sich nun durch die Art, wie sie von den Stars Gary Oldman und Antonio Banderas dargestellt werden, verleumdet.

„Skrupellos und kaltblütig“

Der Klage zufolge zeigt der Film Mossack und Fonseca als „skrupellose, kaltblütige Anwälte, die in Geldwäscherei, Steuerhinterziehung, Bestechung und kriminelle Handlungen involviert sind“. Die beiden Anwälte fordern, dass die Veröffentlichung von „Die Geldwäscherei“ am 18. Oktober 2019 auf Netflix gestoppt wird.

Neben Verleumdung ist ein weiterer Anklagepunkt, dass der Film unerlaubt das Logo der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca verwendet, die im Jahr 2018 schießen musste.

Unfairer Prozess befürchtet

Im Jahr 2016 gerieten aufgrund eines massiven Datenlecks vertrauliche Unterlagen von Mossack Fonseca an die Öffentlichkeit. Wegen dieser Unterlagen sind die beiden Partner mit Vorwürfen der Geldwäscherei und der Steuerhinterziehung konfrontiert. Die Kanzlei Mossack Fonseca habe zahlreichen Politikern und Prominenten als Steueroase gedient. Den beiden Partnen stehen deshalb Gerichtsverfahren in Panama und den USA bevor.

„Die Geldwäscherei“ feierte im September 2019 bei den Filmfestspielen von Venedig seine Premiere. Meryl Streep spielt neben Gary Oldman und Antonio Banderas die Hauptrolle als eine Frau, deren Ehemann bei einer Bootstour in Panama tödlich verunglückt. Der Trailer von „Die Geldwäscherei“ deutet an, dass Mossack und Fonseca von dem Todesfall profitieren. Die beiden Anwälte sehen sich in dem Film als Bösewichte präsentiert und meinen, diese Darstellung würde ihre Chancen auf eine faire Gerichtsverhandlung verringern.

 

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Pressetext/Red

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