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KI: Film-Kassenerfolg vorhersehbar

Forscher ersetzen Bauchgefühl durch smarte Software.
© Pixabay

Experten von Largo Films, Spin-off der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), haben bei der Berlinale in Berlin ein Prognosewerkzeug vorgestellt, das den Erfolg von Filmen mittels Künstlicher Intelligenz (KI) prognostiziert. Mithilfe einer Unmenge an Daten, KI und maschinellem Lernen sagt das Programm innerhalb kürzester Zeit, ob das Projekt Erfolg haben wird.

KI analysiert Produktionsschritte

Die Software analysiert das Drehbuch, schätzt die Wirkung der vorgesehenen Schauspieler auf das Publikum ab und schlägt Änderungen an einzelnen Szenen vor, damit sie den späteren Zuschauern besser gefallen. „LargoAI“ arbeitet alle Prozesse, die zu einem Film führen, Schritt für Schritt ab. Es beginnt mit der Fertigstellung des Drehbuches, berücksichtigt die Auswahl der Schauspieler und bewertet die Attraktivität der Filmmusik sowie Nachbearbeitung und Schnitt.

Die Entwickler haben ihr Programm mit Informationen aus zahlreichen Datenbanken, einschließlich einer mit 200.000 Profilen von Schauspielern, gefüttert. Dann luden sie 40.000 Filme hoch, um der Software beizubringen, was Erfolg verspricht und was nicht. Das Ergebnis ist ein Verfahren, das Nutzern mit ein paar Mausklicks verrät, wo noch Änderungsbedarf besteht, um den Eindruck beim späteren Publikum zu verbessern. Die Ergebnisse werden, wie die Entwickler sagen, in farbigen, leicht zu interpretierenden Diagrammen dargestellt.

Erstaunliche Prognosen errechnet

Um zu testen, wie zuverlässig LargoAI ist, boten die Entwickler der Software diverse Filme zur Bewertung an, einschließlich solcher, die sich bereits als Flop oder Kassenschlager erwiesen hatten. „Unser Programm schätzte die Einnahmen des Heldenfilms ‚Venom‘, der 2018 in die Kinos kam, auf 201 Mio. Dollar ein“, so Sami Arpa, einer der Largo-Gründer. Tatsächlich seien es 213 Mio. Dollar gewesen. Für den Film „Die Gentlemen“, der am 24. Januar in die US-Kinos kam, errechnete das Programm Einnahmen von 10,6 Mio. Dollar in der ersten Woche – eine Punktlandung.

 

PA/Red

 

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