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Keine gemeinsame Untersuchung im Fall Shireen Abu Akleh

Palästinenser-Vertreter lehnt Israels Wunsch ab
© Unsplash

Wie am Donnerstag auf Twitter bekannt gegeben wurde, lehnte ein führender Palästinenser-Vertreter den Vorschlag Israels nach einer gemeinsamen Untersuchung des Todes einer im Westjordanland erschossenen Reporterin ab. „Wir haben bekräftigt, dass unsere Untersuchung unabhängig abgeschlossen wird“, postete Hussein al-Sheikh, Berater von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas auf der Social Media Plattform. Auch lehnte er eine Übergabe der Kugel an Israel ab, mit der die beim TV-Sender Al-Jazeera arbeitende Shireen Abu Akleh getötet wurde.

Wie ExtraDienst bereits berichtete, war die Journalistin am gestrigen Mittwoch während eines israelischen Militäreinsatzes im Westjordanland durch Schüsse getötet worden. Zunächst konnte nicht geklärt werden, wie die in der arabischen Welt bekannte 51-Jährige genau ums Leben kam.

Laut der israelischen Armee, habe es ein heftiges Feuergefecht mit Dutzenden militanten Palästinensern während einer Razzia in Jenin gegeben. Generalstabchef Aviv Kochavi sagte, man könnte gegenwärtig nicht festlegen, welche Seite für den tödlichen Schuss verantwortlich sei. So sei es auch möglich, dass die 51-Jährige von Kugeln der Palästinenser getroffen wurde.

Palästinenser-Präsident Abbas machte erneut Israel für den Tod der Reporterin verantwortlich und spricht von einem „Verbrechen der Hinrichtung“. Auch sagte er, dass man sich deswegen an den internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag wenden werde. Zudem warf der TV-Sender Al-Jazeera Israel einen gezielten, kaltblütigen Mord vor. einen Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett hatte zuvor bereits die Vorwürfe Abbas bereits zurückgewiesen.

Mehrere tausend Menschen versammelten sich am Donnerstag in Ramallah zu einer offiziellen Trauerfeier für Shireen Abu Akleh. Auch der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, sprach der Familie der Getöteten sein Beileid aus. Abu Akleh habe „mit der ihr eigenen Ehrlichkeit und dem ihr eigenen Mut ihre Aufgabe als Journalistin wahrgenommen“, heißt es laut Katholischer Nachrichten-Agentur (KNA) in einem Schreiben Pizzaballas, wie Kathpress meldete.

 

APA/ Red.

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