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Keine Finanzministeriums-Inserate mehr bei VGN Holding?

Nach kritischem Bericht Werbeschaltungen eingestellt
© BKA/Andy Wenzel

Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP)

Verwirrung hat es am Donnerstag um eine angebliche Einstellung der Werbeschaltungen durch das Finanzministerium in Titeln der VGN Medien Holding gegeben. „News“ erklärte via Twitter, es sei mitgeteilt worden, dass das Ministerium „nichts mehr schalten“ werde. Der Schritt wurde mit einem unlängst veröffentlichten kritischen Artikel zur „Rolle der türkisen Führung innerhalb der ÖVP“ in Verbindung gebracht. Seitens des Finanzministeriums dementierte man die Gerüchte.

„Das Finanzministerium stellt klar, dass keine Inserate bei VGN storniert wurden. Ganz im Gegenteil wurde Ende März 2021 ein Gesamtpaket bei der VGN für das 2. Quartal verhandelt, beauftragt und abgearbeitet“, hieß es in einer Aussendung des Ministeriums. In der News-Ausgabe vom 11. Juni soll fälschlicherweise ein nicht gebuchtes Inserat abgedruckt worden sein. Daraufhin habe sich eine Betreuerin beim Finanzministerium entschuldigt und stellte dieses nicht in Rechnung. Es liege nicht am Finanzministerium, wenn die VGN nicht beauftragte Inserate schalte, so das Ministerium. Die Mediaplanung erfolge unabhängig von Berichterstattungen und könne zeitlich als auch bezüglich des Umfangs variieren. Die VGN wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben.

Im 1. Quartal 2021 gab das Finanzministerium rund zwei Mio. Euro für Werbung in Medien aus, wie die kürzlich von der RTR veröffentlichten Medientransparenzdaten zeigen. Damit wendete es nach dem Bundeskanzleramt am meisten von allen Ministerien auf. In Medien der VGN inserierte die öffentliche Hand im 1. Quartal 2021 insgesamt rund 700.000 Euro.

APA/red

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