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Kein Asyl für geflohenen Journalisten

Myanmar Kampf gegen die Pressefreiheit
© Pixabay

Mratt Kyaw Thu, ein Journalist aus Myanmar, wird heute von Frankfurter am Main nach Madrid reisen, um dort Asyl zu beantragen. Der 30- Jährige habe in den vergangenen vier Wochen in einer Asylunterkunft in Deutschland verbracht, jedoch kein Asyl erhalten, so Ramón Abarca, Südostasien- Direktor der spanischen Nachrichtenagentur EFE.

Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) ist der Journalist aus Myanmar geflohen, nachdem die dortige Staatsführung einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte. Die spanische Botschaft eines Nachbarlands von Myanmar hatte Mratt laut Reporter ohne Grenzen ein Schengen- Visum ausgestellt. Bei einer Zwischenlandung in Frankfurt habe er dann den Wunsch nach Asyl in Deutschland geäußert. RSF hatte daraufhin am Montag gefordert, dass der Journalist Asyl beantragen kann. „Seit das myanmarische Militär Mratt Kyaw Thu wegen seiner kritischen Berichterstattung auf eine Fahndungsliste gesetzt hat, ist er in akuter Lebensgefahr und musste flüchten“, erklärte RSF-Vorstandssprecherin Katja Gloger.

Für das Asylverfahren in Deutschland wäre jedoch ein sogenannter Selbsteintritt notwendig gewesen. Auf diesem Weg können die EU- Mitgliedstaaten ein Asylverfahren übernehmen, für das sie eigentlich nicht zuständig sind.

APA/ Red.

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