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Kaum Geld für Investigativen Journalismus

Weltweit wird in Redaktionen beim Investigativ-Journalismus gespart. Beschleunigung durch Corona.
© Pixabay

Investigativem Journalismus geht weltweit das Geld aus

In vielen Ländern gehen die finanziellen Mittel für investigativen Journalismus zunehmend aus. Beschleunigt wird dieser Trend durch die Coronakrise. Das ist ein Ergebnis des globalen Forschungsprojekts „Media for Democracy Monitor 2020“ (MDM). Für Österreich habe die Untersuchung ergeben, dass heuer mehr Journalisten investigativ arbeiten als vor zehn Jahren.

Medienhäuser würden ihre Redaktionen verkleinern, ganze Investigativteams Sparmaßnahmen zum Opfer fallen, heißt es in der Aussendung des MDM. So würden in Chile investigative Recherchen nur noch von freien Journalisten zugekauft oder bei spezialisierten Redaktionsbüros in Auftrag gegeben. Auch in Australien haben die führenden Nachrichtenmedien laut den Forschern – abgesehen von den Fernsehveranstaltern – ihre Budgets für investigative Aufgaben zusammengestrichen.

„Ein Stück vorangekommen“ seien Österreichs Nachrichtenmedien, wurde Projektleiter Josef Trappel von der Universität Salzburg in der Aussendung zitiert. Im Vergleich zu 2009 seien 2019 mehr finanzielle Ressourcen in den investigativen Journalismus geflossen. „Die Sensibilität in Österreich ist gestiegen. Auch der Stellenwert von investigativer Arbeit. Heute sind. Zusammenschlüsse zu diesem Zweck zwischen Medien möglich, die vor zehn Jahren noch undenkbar waren“, so Trappel.
Allerdings setze die Krise auch die österreichischen Medien unter Druck. So werde laut Trappel mit Ad-hoc Teams und gebündelten Ressourcen gemeinsam mit anderen Medien gearbeitet.

 

APA/Red

 

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