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Kameramann erlag Verletzungen

TV-Mitarbeiter wurde bei Protest gegen LGBT-Bewegung verprügelt
© Pixabay

In Georgien ist ein Kameramann nach Verletzungen gestorben, die er bei einem Angriff durch schwulenfeindliche Demonstranten erlitten hatte. Berichten des unabhängigen Senders TV Pirweli zufolge wurde deren 37-jähriger Mitarbeiter Alexander Laschkarawa, am Sonntag tot in seinem Bett aufgefunden. Das Innenministerium kündigte eine Untersuchung zu seinem Tod an. Laschkarawa war am vergangenen Montag von rechten Gegendemonstranten schwer verprügelt worden. Diese protestierten gegen einen Marsch der sogenannten LGBT-Bewegung.

Mehr als 50 Journalisten waren von den Gegendemonstranten physisch attackiert worden. Sie trugen nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) unter anderem Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen und Verätzungen mit Chemikalien davon. RSF warf den georgischen Behörden vor, nicht gegen die Angriffe eingeschritten zu sein. Deshalb würden sie eine Mitschuld an den Verletzungen tragen. Vertreter unabhängiger georgischer Medien beschuldigten die Regierung von Ministerpräsident Irakli Garibaschwili, zur Gewalt gegen Journalisten anzustiften und solche Gewaltakte sogar selbst zu organisieren.

„Regierung Teil der Gewalt“

„Die Regierung ermutigt nicht nur zur Gewalt gegen Journalisten, sie ist Teil dieser Gewalt“, sagte Nodar Meladse, Redaktionsleiter bei TV Pirweli. Die Regierung habe gewalttätige Gruppen zusammengestellt, die unabhängige Medien physisch angriffen. Auch hätten Polizeikräfte wiederholt Journalisten attackiert. Am vergangenen Montag hatten die Organisatoren einer sogenannten Pride Parade in der Hauptstadt Tiflis den Umzug nach den gewaltsamen Angriffen auf Journalisten wie auch Aktivisten der LGBT-Bewegung abgesagt. Mehrere hundert Gegner der Parade hatten sich nahe des Parlaments der Kaukasusrepublik versammelt.

Bei den Pride-Umzügen wird rund um den Globus für die Rechte sexueller Minderheiten demonstriert. Die englische Abkürzung LGBT steht für lesbisch, schwul, bisexuell und Transgender. Georgien gilt als sehr konservatives Land. Vor allem die orthodoxe Kirche hält große Macht in der Kaukasusrepublik inne. Auch Regierungschef Garibaschwili hatte sich gegen die Pride Parade ausgesprochen.

APA/red

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