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Junge wollen im Büro nicht mehr telefonieren

Eine Mehrheit wünscht sich ein Verbot von Telefonaten am Arbeitsplatz - Kommunikation über Social Media und E-Mails stößt vor allem bei den Jungen auf Zuspruch
©unsplash

Viele Arbeitnehmer haben das Gefühl, dass Telefonate schnell konfrontativ werden

Wer möchte in Zeiten von WhatsApp, Intstagram und Co denn schon noch telefonieren? Ein Großteil der jungen Bevölkerungsschicht definitiv nicht. Und diese Vermeidungsstrategie zeigt sich auch im Büro. Wie eine aktuelle Umfrage des Online-Wettbüros freebets.com herausfand, empfindet eine Mehrheit der Büroangestellten Telefonate zunehmend als „konfrontativ“ und „aggressiv“, weswegen sie für ein allgemeines Verbot von Telefonaten am Arbeitsplatz seien. Demnach gibt jeder Zehnte zu, sich alle Mühe zu geben, persönliche Gespräche zu vermeiden. Zudem würden drei Viertel lieber per E-Mail oder über soziale Netzwerke kommunizieren. 78 Prozent ignorieren Anrufe nämlich ohnehin, wenn sie die Nummer des Anrufers nicht kennen – vor allem aus Angst, dass dies zu einem konfrontativen Gespräch führen könnte.

„Während jüngere Büroangestellte eindeutig Nachrichten gegenüber Gesprächen bevorzugen, haben wir auch festgestellt, dass in allen Altersgruppen das Gefühl besteht, dass Telefonanrufe das Potenzial haben, schnell konfrontativ zu werden“, bestätigt Tim Agnew von freebets.com. Dass Anrufe zurückgehen, zeigt sich auch in den Angaben der Medienregulierungsbehörden Ofcom: Während die Gesamtzeit der Festnetzanrufe im Jahr 2012 noch 100 Mrd. Minuten betragen hat, lag diese sechs Jahre später nur noch bei 44 Mrd. Minuten. Anrufe von Mobiltelefonen sind in diesem Zeitraum hingegen noch angestiegen, wobei sich auch hier der Trend 2017 umkehrte – im Vergleich zum Vorjahr sanken die Mobiltelefon-Minuten um 1,7 Prozent. In einem Bericht in diesem Jahr sagt Ofcom, dass sinkende Anrufvolumina „symptomatisch für eine grundlegende Verhaltensänderung“ sind.

Während der Corona-Pandemie erlebten Anrufe hingehen wieder einen Boom. So stiegen im ersten Krisenjahr 2020 die Anrufe aus dem Festnetz um 15 Prozent. Verständlich, wollten die Menschen ihren Freunden und Familienmitgliedern zumindest stimmlich nahe sein, wenn schon nicht physisch.

Auch interessant: Die Umfrage befasste sich neben dem berufsbedingten Telefonieren zusätzlich mit den Thema der präferierten Arbeitszeiten. Demnach wünschen sich neun von zehn Arbeitnehmern eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf vier Tage.

Pressetext/Red.

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