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Journalistinnenmord: Minister vernommen

Malta: Wirtschaftsminister wurde im Rahmen der Ermittlungen zum Mordfall Caruana Galizia vernommen.
© pixabay.com / TheDigitalArtist

Im Zuge der Ermittlungen nach dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia (ExtraDienst berichtete) hat die Polizei in Malta am Samstag Wirtschaftsminister Chris Cardona vernommen. Cardona sei gebeten worden, einige Klarstellungen zu geben, „einschließlich zu Spekulationen, die es über ihn in der Vergangenheit gegeben hat“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Cardona betrat das Polizeipräsidium gegen Mittag und verließ es bald darauf wieder.

Caruana Galizia, eine regierungskritische Bloggerin, war am 16. Oktober 2017 nahe ihrem Haus in Bidnija in ihrem Auto in die Luft gesprengt worden. Die 53-Jährige hatte unter anderem über Korruption bei Regierung und Geschäftsmännern auf Malta recherchiert. Die Journalistin hatte auch Minister Cardona in ihrem Blog angegriffen. Dieser sagte der Zeitung „Malta Today“, die Polizei habe ihm vier Fragen gestellt, darunter auch, ob er in den Mord verwickelt sei oder einen kürzlich festgenommenen mutmaßlichen Mittelsmann kenne. „Meine Antwort war „Nein““, zitierte ihn die Zeitung.

Der am Mittwoch festgenommene Geschäftsmann kam am Samstag ins Krankenhaus, nachdem er über Schmerzen im Brustkorb geklagt hatte. Der Nachrichtensender TVM berichtete, er sei in eine Infarktabteilung im nationalen Mater-Dei-Hospital gebracht worden. Laut „Times of Malta“ bat der Mann bereits um Straffreiheit im Austausch für Informationen über den Mord.

 

APA / RED

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