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Frauen sehen sich im Journalismus benachteiliigt

 

Redakteurinnen sehen sich wieder stärker gegenüber Männern benachteiligt

 

Frauen bräuchten Unterstützer und Förderer – damals wie heute, denn ohne sei es schwer, sagte Julia Juster, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Donau-Uni Krems, beim 20. Journalistinnenkongress im Haus der Industrie in Wien. Im Vergleich zu vor 20 Jahren hätten etwa angestellte Redakteurinnen heute wieder vermehrt das Gefühl, dass Männer ihnen vorgezogen werden. 

Juster hat eine Studie aus dem Jahr 1998 mit einer aktuellen Expertise zu den subjektiven Karrierechancen von Journalistinnen verglichen. In den Chefetagen würden die Perspektiven weiblicher Mitarbeiter besser eingeschätzt als in den Redaktionen selbst, sagte sie beim Panel „As time goes by“. 

Für freie Journalistinnen habe Networking einen höheren Stellenwert als für angestellte, sagte Kristin Allwinger von der Firma Akonsult. „Plumpe Anmache“ hindere Frauen vielfach daran, ihre Vorteile zu wahren. Den persönlichen Kontakt beim Netzwerken würden über 50 Prozent der Frauen als zielführender als digitale Kommunikation einschätzen. 

Die Medienlandschaft habe sich in den vergangenen Jahren stark geändert, aber eines sei gleich geblieben: Nach wie vor seien Frauen in Medien großteils unsichtbar, sagte Maria Pernegger von der Beratungsfirma Media Affairs.

Bildcredit: pixabay