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Journalistenmorde bringen ÖJC auf den Plan

 

Der Österreichische Journalistenclub appelliert an Ratspräsidentschaft, Schutzmaßnahmen zu setzen

 

Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) ersucht die österreichische Ratspräsidentschaft dringend eine Initiative zum Schutz der Journalistinnen und Journalisten in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zu starten. Die Morde an Viktoria Marinova (Bulgarien), Kim Wall (Schweden), Daphne Caruana Galizia (Malta), sowie dem slowakischen Investigativjournalisten Ján Kuciak und seiner Verlobten Martina Kusnírová zeigen sehr deutlich, dass  in der EU ein Trend zu verzeichnen sei, der nicht den Grundwerten der Europäischen Union entspricht. Außerdem werden drei Journalisten in der Slowakei seit Monaten vermisst. In allen Fällen haben die Opfer über die missbräuchliche Verwendung von EU-Geldern recherchiert.

 

ÖJC-Präsident Fred Turnheim fordert daher den derzeitigen Ratsvorsitzenden und österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz dringend auf, eine österreichische Initiative zum Schutz der investigativ arbeitenden Journalistinnen und Journalisten in der EU zu setzen. „'Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich endlich auch Taten sehn', schreibt Johann Wolfgang von Goethe in seinem Faust. Diese Taten sind dringend erforderlich, wenn wir diese Mordserie an Journalistinnen und Journalisten in der Europäischen Union stoppen wollen“, argumentiert der ÖJC-Präsident. Außerdem sei völlig unverständlich, warum nicht schon jetzt Eurojust, Europol und das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) in diesen Fällen zusammenarbeiten und die nationalen Polizeibehörden bei der Aufklärung der Morde unterstützen.

Bildcredit: pixabay