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Journalistenbarometer – Vormarsch genderneutraler Sprache

Thema "Gendern" - zwei Drittel der heimischen Medienvertreter um geschlechtergerechte Ausdrucksweise bemüht
© Pixabay

Zentrale Frage Schreibvariante – hier scheiden sich die Geister

Laut einer Erhebung des jüngsten Journalistenbarometers von Marketagent und Ecker & Partner gehen 71 Prozent der 234 heimischen Befragten davon aus, dass sich genderneutrale Sprache in den nächsten fünf Jahren in der Medienbranche durchsetzen wird. Von 11. bis 25. Oktober 2021 wurden insgesamt 865 Journalistinnen und Journalisten, davon 234 aus Österreich, 562 aus Deutschland und 66 aus der Schweiz, zum Thema „Gendern“ befragt. Zwei Drittel der Pressevertreterinnen und -vertreter sind laut eigenen Angaben um eine genderneutrale Ausdrucksweise in Texten bemüht. In der DACH-Region liegt Österreich damit vor der Kollegenschaft in Deutschland (56 Prozent) und hinter der Schweiz (76 Prozent).

Varianten & Wünsche

Am beliebtesten ist hierzulande mit 20 Prozent die Nutzung der geschlechtsbezogenen Paarform, also die Verwendung der männlichen und weiblichen Form. Bewusst geschlechterfreie Begriffe und das Binnen-I werden von jeweils 12 Prozent verwendet. Die Anwendung des Sternchens bevorzugen 8 Prozent, jene des Doppelpunkts 7 Prozent. Die Hälfte der befragten Journalistinnen und Journlisten aus Österreich wünscht sich eine einheitliche Regelung. Bei der Frage nach der Instanz, die über das Gendern entscheiden soll, herrscht in Österreich jedoch Uneinigkeit: Ein Drittel meint, es sei Sache des jeweiligen Mediums, für 21 Prozent sollte der Duden und für 14 Prozent der Berufsverband zuständig sein – 26 Prozent wollen selbst darüber entscheiden.

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