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Journalisten erwarten Digitalisierungsschub

Nach einer aktuellen Umfrage wird die Coronakrise das Image der Medien verbessern.
© Pixabay

Journalisten haben derzeit eine große Verantwortung

Österreichs Journalisten erwarten, dass die Corona-Krise einen Digitalisierungsschub in der Branche auslöst. Das geht aus einer Umfrage von Ecker & Partner und Marketagent hervor, die am Donnerstag (2.4.) veröffentlicht wurde. Etwas weniger als die Hälfte der Befragten macht sich Sorgen um ihre berufliche Zukunft. Genauso viele gaben an, dass in ihrem Unternehmen bereits Kurzarbeit eingeführt wurde.

Bei der Befragung von 152 österreichischen Journalisten (hauptsächlich Printjournalisten) in der Zeit zwischen 25. und 31. März 2020 gab die Mehrheit an, dass die Krise die Digitalisierung vorantreiben wird (61 Prozent). Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) ist der Meinung, dass Qualitätsmedien mehr Zuspruch erhalten werden und dass sich das Image der Medien verbessern wird (53 Prozent). 72 Prozent der Befragten gehen außerdem davon aus, dass die Rezession zu weniger Werbeeinschaltungen und damit auch zu „massiven Einkommensverlusten“ führen wird.

Die Berichterstattung über die derzeitige Ausnahmesituation dominiert die journalistische Arbeit. 86 Prozent der befragten Journalisten behandeln das Thema. Drei von vier Journalisten sind überzeugt, dass sich der mediale Diskurs auch im Sommer und möglicherweise auch noch danach hauptsächlich um Corona drehen wird. Knapp die Hälfte der Befragten gab an, dass sich ihr Arbeitspensum seit Ausbruch der Krise erhöht hat. 78 Prozent arbeiten derzeit ausschließlich im Home-Office.

Fast alle sind der Ansicht, dass Journalisten derzeit eine große Verantwortung haben, mit der größtmöglichen Sorgfalt Inhalte zu publizieren. Knapp zwei Drittel investieren mehr Zeit in Faktenchecks als zuvor. Als vertrauenswürdigste Quellen werden Experten, Presseagenturen und NGOs genannt, dahinter folgen Pressegespräche und Presseaussendungen der Regierung.

APA/red

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